Sachplan für Grenzraum verbindlich
Der Regierungsrat Spreitenbach hat den Sachplan genehmigt. Killwangen und Spreitenbach richten künftige Planungen am Bahnhof und im Grenzraum daran aus.

Wie die Gemeinde Spreitenbach mitteilt, erlangt der Sachplan mit der Genehmigung durch den Regierungsrat seine Behördenverbindlichkeit. Das bedeutet, dass die Gemeinden Killwangen und Spreitenbach nun verpflichtet sind, ihre künftigen Planungen, wie die Revisionen der Bau- und Nutzungsordnungen (BNO) oder den kommunalen Gesamtplan Verkehr (KGV), nach den festgelegten Zielen auszurichten.
Im Zentrum der langfristigen Planung steht die Aufwertung des Gebiets um den Bahnhof sowie in Richtung Spreitenbach. Direkt am Bahnhof soll eine neue qualitätsvolle Platzsituation entstehen, die dem Bahnhof eine echte Zentralität verleiht.
Der Bahnhofplatz wurde zusammen mit der östlich gelegenen «Neue Bahnhofstrasse» als Schlüsselstelle für die künftige Entwicklung des gesamten Grenzraumes erkannt. Wo heute Industrie und Logistik dominieren wir die «Neue Bahnhofstrasse» als urbanes Quartier mit sechs bis acht Stockwerken entwickelt.
Hier ist ein lebendiger Mix aus Gewerbe und publikumsorientierten Nutzungen in den Erdgeschossen sowie Gewerbe und je nach Lage und Ausrichtung auch Wohnen in den Obergeschossen vorgesehen.
Fokus auf Klima und Vernetzung
Ein wesentlicher Teil des Sachplans widmet sich dem Siedlungsklima. Da das Gebiet im Grenzraum bereits heute von starker Wärmebelastung betroffen ist, legt der Plan fest, dass die Gemeinden eine hitzeangepasste Siedlungsentwicklung und Massnahmen gegen die zunehmende Überwärmung vorantreiben.
Dies beinhaltet beispielsweise eine starke Durchgrünung durch mittel- bis grosskronige Bäume entlang der Hauptachsen sowie die Sicherung wichtiger Kaltluftkorridore vom Heitersberg herab. Die ökologischen Ziele sind als dauerhafte Vorgaben für alle künftigen Bauvorhaben der öffentlichen Hand und in privaten Varianzverfahren verankert.
Im Verkehrsnetz sollen langfristig neue Querverbindungen für den Fuss- und Veloverkehr die heute dominierenden Längsachsen (Bahn, Autobahn, Strasse) durchbrechen und die soziale sowie funktionale Vernetzung zwischen den Gemeindenstärken. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Verbindung zum Erholungsraum Härdli.
Die Genehmigung markiert nicht das Ende, sondern den Beginn einer institutionalisierten Zusammenarbeit. Die Abteilung Planung und Bau beider Gemeinden sowie die jeweiligen Ressortleiter werden sich künftig mindestens einmal jährlich zur Koordination treffen. So wird sichergestellt, dass die Vision eines attraktiven Wohn-, Wirtschafts- und Erholungsraums im Grenzraum Schritt für Schritt Realität wird.










