Dietikon ZH: Steuerfuss bleibt bei 121 Prozent – Budget mit Überschuss
Das Budget 2027 der Stadt Dietikon ZH rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 2,01 Millionen Franken. Konsequente Arbeit und gezielte Massnahmen tragen Früchte.

Die in den vergangenen Jahren eingeleiteten Massnahmen zeigen Wirkung. Das Budget 2027 bestätigt den eingeschlagenen Kurs und verdeutlicht, dass sich konsequente Haushaltsdisziplin, sorgfältige Prioritätensetzung und nachhaltige Finanzplanung auszahlen. Bei Totalausgaben von 297,16 Mio. Franken resultiert im Budget ein erfreulicher Ertragsüberschuss von 2,01 Mio. Franken.
Im Fokus bleibt der Selbstfinanzierungsgrad von 40,2 Prozent. Dieser konnte gegenüber dem Vorjahreswert von 25,9 Prozent zwar deutlich gesteigert werden, führt aber aufgrund der hohen Investitionen nach wie vor zu einem Schuldenwachstum. Der Stadtrat hat die Ambition, dem Schuldenwachstum entgegenzuwirken, aus diesem Grund sind Ertragsüberschüsse bei dieser Ausgangslage zentral.
Dies führt zum Entscheid, den Steuerfuss im Budget 2027 weiterhin noch bei 121 Prozent zu belassen. Ein unkontrolliertes Schuldenwachstum zulasten zukünftiger Generationen ist zu vermeiden. Aus diesem Grund wird wie in den letzten Jahren konsequent ein Investitionsdach von 30 Mio. Franken angewendet und damit entsprechende Priorisierungen vorgenommen.
Das Modell der Investitionsobergrenze hat sich bewährt.
Vorgesehen sind Investitionen im steuerfinanzierten Verwaltungs- und Finanzvermögen von 28,48 Mio. Franken. Damit können wichtige Projekte weiter vorangetrieben werden, insbesondere die Arbeiten am Altbau des Schulhauses Wolfsmatt (19,76 Mio. Franken) sowie die Planung der Erneuerung des Schulhauses Luberzen (3,51 Mio. Franken). Weitere Investitionen sind zum Beispiel für die Parkanlage Nötzli (0,60 Mio. Franken), den Sportplatz Hätschen (0,50 Mio. Franken) sowie für die Verkehrsinfrastruktur vorgesehen.
Die wichtigsten Faktoren auf der Ertrags- und Aufwandseite
Im Bereich der Steuererträge wird mit deutlichen Mehreinnahmen im Jahr 2027 gerechnet. Bei den Steuererträgen natürlicher Personen wird mit einem Mehrertrag von 6,68 Mio. Franken, bei den Erträgen juristischer Personen mit einem Mehrertrag von 2,66 Mio. Franken und bei den Grundstückgewinnsteuern mit 0,50 Mio. Franken kalkuliert. Das kantonale Mittel der Steuerkraft steigt gemäss den Prognosen in einem ähnlichen Rahmen, sodass der budgetierte und periodengerecht dargestellte Ertrag aus dem Ressourcenausgleich mit 50,91 Mio. Franken gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert bleibt.
Mehraufwände ergeben sich insbesondere beim Personalaufwand. Diese können erfreulicherweise zu einem Teil durch entsprechende Mehrerträge oder Minderaufwände in anderen Kostenbereichen, etwa bei den Dienstleistungen Dritter, kompensiert werden. Sorgen bereitet hingegen die anhaltende Kostenentwicklung bei der Pflegefinanzierung (+1,34 Mio. Franken) und den Ergänzungsleistungen (+1,51 Mio. Franken), die weiterhin genau zu beobachten sind.
Erfreulicher präsentiert sich dagegen der Schulbereich, wo sich aufgrund stabilisierenden Schülerzahlen ein weniger hohes Kostenwachstum abzeichnet. Zudem zeigt die in den vergangenen Jahren konsequent praktizierte Ausgabendisziplin Wirkung, und das Bewusstsein für finanzielle Herausforderungen ist in der gesamten Verwaltung gestiegen.
Die Eigenkapitalquote von 41,9 Prozent ist aufgrund der zunehmenden Verschuldung zwar leicht rückläufig, bleibt jedoch auf einem soliden Niveau. Die Stadt Dietikon verfügt weiterhin über ein Nettovermögen. Ziel bleibt es, die Selbstfinanzierung durch künftige Ertragsüberschüsse weiter zu verbessern, damit das Schuldenwachstum wie vorgesehen in den kommenden Jahren gestoppt werden kann und mittelfristig sogar eine Tilgung ermöglicht wird.








