Dietikon schafft neue Lebensräume für Tiere

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Mit Blühstreifen, Magerwiesen und Amphibientümpeln fördert Dietikon gezielt die Biodiversität. Auch 2026 sind weitere ökologische Projekte geplant.

Busstation Dietikon Bahnhof
Busstation Dietikon Bahnhof. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Stadt Dietikon mitteilt, sind rund um das Schwimmbad Allmend Fondli Blühstreifen entstanden, indem Asphaltflächen entsiegelt, humose Böden entfernt und Saatgut von einheimischen Wildpflanzen ausgebracht wurden. Die neuen Flächen bieten Insekten wie Wildbienen und Schmetterlingen wertvolle Nahrung und Rückzugsorte.

Sie werden künftig extensiv gepflegt und nur ein- bis zweimal jährlich geschnitten. Die Entwicklung zu einem artenreichen Wiesenbestand erfolgt schrittweise, bietet aber bereits jetzt die Gelegenheit, die neu entstehende Vielfalt zu beobachten.

Im Gebiet Röhrenmoos wurden in Zusammenarbeit mit dem Forst temporäre Pioniergewässer angelegt. Solche periodisch austrocknenden Tümpel sind wichtig für Amphibienarten wie die stark gefährdete Gelbbauchunke und die Geburtshelferkröte.

Durch die Vernetzung mit dem Amphibienlaichgebiet Röhrenmoos-Chlosterweiher sollen stabile Populationen gefördert werden. Die Tümpel sollen periodisch in den Pionierzustand zurückversetzt werden, wobei Besucherinnen und Besucher eingeladen sind, die Amphibienwelt behutsam zu beobachten.

Mehr Biodiversität rund ums Reservoir

Beim Reservoir am Wiberg wurde auf rund 500 Quadratmetern eine artenreiche Magerwiese angelegt. Durch die Entfernung der Grasnarbe und des humosen Oberbodens wurden nährstoffarme Bedingungen geschaffen, die seltenen und spezialisierten Pflanzenarten das Gedeihen ermöglichen.

Der Blütenreichtum bietet ein wertvolles Nahrungsangebot für Schmetterlinge wie den Schachbrettfalter und der spärlich bewachsene Boden ideale Voraussetzungen für bodennistende Wildbienen. Erste Wildblumen sind bereits im kommenden Jahr sichtbar.

Ausserdem wurde das Förderprogramm «Dietikon blüht auf» lanciert, das ökologische Aufwertungen auf privaten Grundstücken mit finanziellen Beiträgen von bis zu 50 Prozent der Kosten sowie mit kostenloser Fachberatung unterstützt.

Gefördert werden unter anderem Blumenwiesen, Kleinstrukturen, Nisthilfen, Entsiegelungsmassnahmen und Massnahmen zur ökologischen Vernetzung. Jährliche Aktionen mit kostenlosen Wildsträuchern, Saatgut und Nisthilfen ergänzen das Angebot.

Was ist für das Jahr 2026 geplant?

Auch im Jahr 2026 werden vielfältige Aktivitäten zugunsten der Artenvielfalt weitergeführt. Derzeit laufen zwei Bestellaktionen: die Wildsträucher-Aktion (bis 13. Februar) und die Blumenwiesenaktion (15. Februar).

Geplant sind ausserdem die Pflanzung von einheimischen Sträuchern und Stauden mit Jugendlichen im Röhrenmoos, die Umsetzung eines ökologischen Aufwertungsprojektes in der Schönenwerd sowie Exkursionen zu unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Der Stadt und der Begleitgruppe ist es wichtig, die Bevölkerung weiterhin aktiv in die Umsetzung miteinzubeziehen.

Mit diesen Projekten lädt die Stadt Dietikon die Bevölkerung ein, die Entwicklung der Stadtnatur aktiv mitzuerleben und gemeinsam einen nachhaltigen Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt zu leisten.

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