Die Bevölkerung kann über die kommunale Vorlage «Teilrevision Ortsplanung Klosters, Phase II» am 28. November 2021 abstimmen.
Dorfzentrum Klosters-Serneus.
Dorfzentrum Klosters-Serneus. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Mit der Ortsplanungsrevision wurde bereits im Jahr 2010 gestartet. In dieser langen Zeit führten grundlegende Veränderungen des Bau- und Planungsrechts, aber auch politische Veränderungen zu starken Verzögerungen. Seit Jahren leiden dadurch Bauwillige und die Bewilligungsbehörden unter diesen Umständen und Auswirkungen.

Diverse einheimische Familien können sich ihre Bauwünsche nicht erfüllen, weil ihr Land der Planungszone unterstellt ist. Es ist nun für das Weiterkommen ausserordentlich wichtig, dass die Phase II abgeschlossen und mit der Phase III begonnen werden kann.

Erst in der Phase III wird über allfällige Ein- und Rückzonungen entschieden.

Die wichtigsten Punkte der Phase II

1. Baugesetz: Das Baugesetz ist veraltet und muss dringend an interkantonale Vereinbarungen und an das kantonale Raumplanungsgesetz angepasst werden. Anlehnend an das kantonale Musterbaugesetz wurde ein neues Baugesetz erstellt und letztlich durch eine einheimische Resonanzgruppe überarbeitet.

Ebenfalls wurden die Eingaben der Mitwirkungsauflage weitestmöglich berücksichtigt. Das vorliegende Werk ist somit breit abgestützt.

2. Zonenplan: Der Zonenplan wurde vorwiegend hinsichtlich der Inhalte ausserhalb des Siedlungsgebietes aktualisiert. So wurden der Wald und die damit verbundenen Landwirtschaftszonen, aber auch die überlagerten Zonen wie die Gefahrenzonen, die Natur- und Landschaftsschutzzonen der heutigen Situation angepasst.

Aufgrund des Gewässerschutzgesetzes müssen schweizweit sogenannte Gewässerraumzonen ausgeschieden werden. Bei all diesen Anpassungen hat die Gemeinde keinen oder nur sehr geringen Einfluss.

3. Generelle Erschliessungspläne: Die Erschliessungspläne für Verkehr und Ver- und Entsorgung sind primär technische Planungsinstrumente, die letztlich die notwendigen Infrastrukturen sichern und weitgehend den Istzustand abzeichnen.

4. Genereller Gestaltungsplan: Der Generelle Gestaltungsplan beinhaltet gestalterische Festsetzungen sowie solche zum Erhalt der historischen Bausubstanz, der Ortsbilder und der Natur- und Kulturobjekte. Die Interessen des Natur- und Heimatschutzes stehen oftmals in einem Spannungsfeld zu denjenigen der privaten Nutzniesser.

Die Gemeinde hat bezüglich Umsetzung dieser übergeordneten Vorgaben versucht, einen vernünftigen Kompromiss zu finden, der die Interessen der Bevölkerung respektvoll berücksichtigt.

Mitwirkung der Bevölkerung

Eine hohe Priorität wurde der Mitwirkung der Bevölkerung beigemessen. Mit zwei rege benützten Mitwirkungsauflagen, Gesprächen mit Interessengruppen, dem Einsatz einer Resonanzgruppe sowie vielen Einzelgesprächen wurden Anliegen und Wünsche entgegengenommen und weitestmöglich berücksichtigt.

Vorstand und Gemeinderat haben die Vorlage einstimmig verabschiedet.

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