Eine Immobilien- und Verwaltungsfirma aus Winterthur hat dem Kanton Graubünden 41 leerstehende Wohnungen in Chur für Ukraine-Flüchtlinge zur Verfügung gestellt.
Ausblick über Chur.
Ausblick über Chur. - Nau.ch / Stephanie van de Wiel

Das Hochhaus an der Austrasse 12 in Chur steht leer. Es sollte eigentlich diesen Frühling saniert werden, wie der Geschäftsführer des Immobilienunternehmens Terresta, Hans Rupp am Freitag im Gespräch mit Keystone-SDA sagte. Weil die Firma noch keine Verträge mit den Handwerkern abschloss, verschob sie die Sanierung nun in Angesicht der Situation in der Ukraine um ein Jahr. Die 41 bereits leeren 3.5 - und 4.5 - Zimmer Wohnungen stellte das Unternehmen nun dem Kanton Graubünden für Ukraine-Flüchtlinge zur Verfügung.

Das Bündner Amt für Migration und Zivilrecht sowie das Hochbauamt möbliere zur Zeit etagenweise die Wohnungen, sagte Daniel Camenisch von der Kommunikationsstelle Ukraine auf Anfrage von Keystone-SDA. Für die Möblierung der Wohnung würden sie auf eigenes Lagermaterial sowie auf Angebote von Dritten zurückgreifen. Die ersten beiden Etagen seien bereits Anfangs nächster Woche bezugsbereit. Wann die ersten Kriegsflüchtenden aus der Ukraine ankämen, könne man zur Zeit noch nicht sagen.

In den Wohnungen finden bis zu 150 Menschen Unterschlupf. Terresta verlangt dafür einen kleinen Mietzins vom Kanton, wie Rupp weiter erklärte. «Wir wollen die Flüchtenden unterstützen, nicht den Kanton Graubünden. Deshalb verlangen wir einen kleinen, kostendeckenden Betrag.» Die Wohnungen stehen vorerst ein Jahr zur Verfügung, mit der Option zu verlängern.

Man sei überzeugt, dass gerade Liegenschaften in dieser Grösse ideal seien, damit sich Familien unter einem Dach austauschen und unterstützen können. Um ein Zeichen zu setzen, habe die Firma mit Sitz in Winterthur auch der Stadt Winterthur mehrere Einzelwohnungen für Flüchtlinge angeboten.

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