Skorps mit blassem Heimsieg zum Quali-Abschluss
UHV Skorpion Emmental gewinnt gegen die Red Ants Winterthur mit 4:3, zeigt vor den Playoffs jedoch einen überraschend verhaltenen Auftritt.

Wie UHV Skorpion Emmental mitteilt, reisten fürs letzte Qualifikationsspiel die achtplatzierten Red Ants aus Winterthur in die BOE. Und obwohl es tabellenmässig um nichts mehr ging, wollten die Skorpioninnen die schmerzliche Cupfinalniederlage der letzten Woche abschütteln und ein gutes Gefühl für die anstehenden Playoff-Viertelfinals holen. So viel sei vorweggenommen: Mission gründlich gescheitert.
Dabei startete alles wunderbar: Bereits im ersten Einsatz gewann Janine Lüthi nach einem bestechenden Vorchecking den Ball hinter dem gegnerischen Tor und bediente Topscorerin Chuda, die ohne Mühe zum 1:0 verwandelte.
Da war das Spiel gerade mal 15 Sekunden alt. Zehn Minuten später wurde ebenjene Chuda (die sich den roten Rücken übrigens nun mit drei Punkten Vorsprung auf Verfolgerin Hanimann auch für die Playoffs sicherte) von Ritter lanciert und konnte zum zweiten Mal unbedrängt einschieben.
Starker Start – danach viel Leerlauf
Vaerini‘s Anschlusstreffer nach zwölf Spielminuten war tatsächlich der erste Abschluss aufs Skorpser-Tor. Beim unglücklichen Ablenker blieb Gasser ohne Abwehrchance. Als Marla Siegenthaler mit einem ihrer berüchtigten Halbhochschüsse und nach toller Vorarbeit von Hanimann 8 Sekunden vor der ersten Pausensirene zum verdienten 3:1 traf, war die Zollbrücker-Welt noch in Ordnung.
Was im Mittelabschnitt folgte, ist schwer erklärbar und wird durch den Schreiberling hier durch etwas Ironie aufzufrischen versucht. Auf jeden Fall hätten die Zuschauer mehr Action gehabt, wenn Sie dieses Mitteldrittel zwischen Cafeteria und Toilette verbracht hätten …
Die Kommentatoren im Livestream benutzten mit einer rekordverdächtigen Anzahl das Wort «plätschern», was ziemlich adäquat für das Gebotene steht. Dabei soll der Einsatz der Protagonistinnen auf dem Feld keinesfalls geschmälert werden.
Wenig Glanz
Es wurde wiederholt versucht, in gefährliche Zonen zu kommen, und der Einsatz stimmte, aber die Qualität halt beidseitig so gar nicht. Ebenfalls rekordverdächtig (tief): Die kumulierten 11 Abschlüsse aus der internen Statistik … Kläy sorgte mit dem Ausrufezeichen und dem Anschlusstreffer eine Minute, bevor sich die Teams ein zweites Mal in die Kabinen retten durften.
Auf Drittel drei wird hier auch kein Loblied gesungen werden. Ein unglücklicher Abpraller und eine freistehende Habersatter glichen die Partie aus.
Ein (ebenfalls unglückliches?) gegnerisches Timeout, den Wechsel auf zwei Linien der Skorps, der einen faden Beigeschmack trug, und ein definitiv unglückliches Eigentor der roten Ameisen beendeten die Partie schlussendlich.
Drei gewonnene Punkte, aber wohl noch wertvoller die vielen Erkenntnisse für «Room for Improvement» für die kommende Playoff-Serie gegen Chur United. Spiel 1 am kommenden Samstag wird um 17 Uhr aus der Fortuna-Halle in Chur auf SRF2 ausgestrahlt!






