Bülach: Im Wald können plötzlich Äste abbrechen
Im Forstrevier Bülach–Höri–Hochfelden ZH wurden wegen der Trockenheit bereits spontane Grünastbrüche beobachtet. Das Forstrevier warnt die Bevölkerung.

Die seit Wochen anhaltende Trockenheit setzt die Waldbäume zunehmend unter Trockenstress. Im Forstrevier Bülach–Höri–Hochfelden wurden bereits spontane Grünastbrüche beobachtet. Das Forstrevier weist deshalb auf die derzeit erhöhte Gefahr von Astbrüchen hin.
Bei einem Grünastbruch können lebende, belaubte Äste abbrechen, ohne dass vorher sichtbare Warnzeichen erkennbar sind. Das Phänomen ist bei verschiedenen Baumarten und in verschiedenen Regionen bekannt. Besonders häufig tritt es bei grossen, ausgewachsenen Bäumen mit weit ausladenden Ästen auf.
Die langanhaltende Trockenheit setzt die Bäume unter starken Stress und kann einzelne Äste schwächen. Unter bestimmten Bedingungen können diese deshalb spontan abbrechen. Die genauen Ursachen sind wissenschaftlich noch nicht abschliessend geklärt.
Das Tückische: Auch äusserlich gesund und unauffällig wirkende Äste können plötzlich abbrechen. Ein bevorstehender spontaner Astbruch lässt sich nicht zuverlässig erkennen. Auch eine fachkundige Kontrolle kann ihn nicht vollständig ausschliessen.
Eichen im besonderen Fokus
Die teilweise alten und grossen Eichenbestände prägen den Wald im Forstrevier Bülach-Höri-Hochfelden. Eichen gelten zwar als trockenheitstolerant, geraten bei langanhaltender Trockenheit aber ebenfalls unter starken Stress.
Besonders bei grossen Eichen mit weit ausladenden Kronen besteht ein erhöhtes Risiko für spontane Astbrüche.
Lange, schwere Äste sind hohen Belastungen ausgesetzt und können insbesondere bei Trockenstress plötzlich abbrechen. Auch andere Baumarten können betroffen sein. Besonders gefährdet sind grosse Bäume mit weit ausladenden Kronen und Bäume, die stark unter der aktuellen Trockenheit leiden.
Das Forstrevier Bülach–Höri–Hochfelden bittet die Bevölkerung, die aktuelle Situation ernst zu nehmen und das Verhalten entsprechend anzupassen.
Auf längere Aufenthalte direkt unter grossen Baumkronen sollte bei der aktuellen Trockenheit möglichst verzichtet werden. Dies gilt insbesondere für grosse Eichen und andere grosskronige Bäume.
Für längere Aufenthalte, etwa zum Sitzen, Picknicken oder Spielen, sollten möglichst offene Bereiche oder Standorte mit geringer Kronenüberschirmung gewählt werden.
Bei aufkommendem Wind, starken Böen oder Gewittern gilt im Wald grundsätzlich besondere Vorsicht.
Absperrungen und Signalisationen sind zwingend zu beachten.
Das Forstrevier Bülach–Höri–Hochfelden beobachtet die Entwicklung der Waldsituation laufend und trifft bei konkreten Gefahren die notwendigen Massnahmen.










