Kloten: Stadtrat lehnt Wohninitiative ab – Komitee hält daran fest
Der Stadtrat von Kloten ZH will die Volksinitiative für mehr bezahlbare Wohnungen ablehnen. Das Initiativkomitee ist enttäuscht und hält an der Vorlage fest.

Das Initiativkomitee kritisiert den Entscheid des Stadtrats, die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen in Kloten (Wohninitiative)» abzulehnen. Es hält darum weiterhin an der Initiative fest. Die bisherigen Bemühungen des Stadtrats reichen nicht aus, um die steigenden Mieten in Kloten wirksam zu bekämpfen.
Das Initiativkomitee ist enttäuscht, dass der nach rechts gerückte Stadtrat sich weigert, verbindliche Lösungen für mehr bezahlbare Wohnungen in der Gemeindeordnung zu verankern. «Durch die zahlreichen Abrisse und Neubauten verschwinden immer mehr bezahlbare Wohnungen. Die vom Stadtrat angekündigten Massnahmen sind zwar begrüssenswert, werden diesen Verlust aber nicht kompensieren», sagt Max Töpfer, Präsident des Initiativkomitees und SP-Gemeinderat. «Wir spüren den Druck der Bevölkerung, die sich ein entschlosseneres Handeln vom Stadtrat wünscht. Das zeigen auch die 1'022 Menschen – fast 10 Prozent aller Stimmberechtigten – die die Initiative unterschrieben haben.»
Die von der SP mit Unterstützung der Grünen und der EVP lancierte Wohninitiative fordert, dass bei Aufzonungen mindestens 50 Prozent und bei Ein- und Umzonungen mindestens 25 Prozent der zusätzlichen Wohnungen preisgünstig angeboten werden. Dass dieses Vorhaben eine breite Unterstützung geniesst, zeigt auch die Entwicklung beim Bauprojekt von Allreal an der Schaffhauserstrasse 115 bis 121. Auf Druck der SP haben sich Allreal und die Stadt Kloten auf genau einen solchen Mindestanteil an preisgünstigen Wohnungen geeinigt.
Die vom Stadtrat angekündigte Wohnraumstrategie bringt noch keine Gewissheit, dass das Problem der steigenden Mieten in Kloten endlich angegangen wird. «Bisher fehlen verlässliche und verbindliche Bekenntnisse der Stadt Kloten, bei zukünftigen Planungsvorlagen konsequent einen Mindestanteil an preisgünstigen Wohnungen einzufordern», sagt Diana Diaz, Mitglied des Initiativkomitees und Gemeinderätin Grüne. «Mit der Wohninitiative bekommt die Stadt Kloten den verbindlichen Auftrag, endlich mehr bezahlbare Wohnungen zu schaffen.»






