EHC Visp stoppt Arosa erst in der Verlängerung
Der EHC Visp wahrt seine Siegesserie mit einem 4:3 nach Verlängerung gegen den EHC Arosa. Erst spät fällt die Entscheidung zugunsten der Oberwalliser.

Wie der EHC Visp berichtet, ist es dem EHC Arosa zum zweiten Mal in dieser Saison gelungen eine Visper Siegesserie zu bremsen. Bei diesem Zusammentreffen konnten die Oberwalliser zumindest in der Verlängerung mit dem 4:3 das bessere Ende für sich behalten.
Auch die heutige Partie war geprägt von dem tragischen Unglück in Crans – Montana. So gedachte man zu Beginn des Spiels den Opfern und Hinterbliebenen mit einer Schweigeminute.
Die zahlreich aufmarschierten Fans haben sich darauf geeinigt, dass im ersten Drittel die Anfeuerungsrufe und die Trommeln stumm blieben. Loslegen wollten hingegen die Spieler von Anfang an.
Chancenplus ohne Durchschlagskraft
So nahm der EHC Visp früh das Spielgeschehen in die Hand. Wie so oft im ganzen Spiel bewegte man sich grossmehrheitlich im Drittel der Gäste und konnte diese unter Druck setzen. Das Resultat war ein überzeugendes Schussverhältnis.
Aber eben die Statistiken muss man auch richtig interpretieren. Trotz vielen Torschüssen muss man konstatieren, dass der grösste Teil dieser Schüsse nicht gefährlich auf das gegnerische Tor kam.
Die letzte Konsequenz fehlte und vor allem im Powerplay, welches in den letzten Spielen gut funktionierte, konnte man nicht reüssieren. Daran änderte auch eine einminütige doppelte Überzahl nichts.
Der Gegner war im Gegensatz dazu viel kaltblütiger (zumindest zu Beginn). Nach sechs Spielminuten konnten diese einen Konter durch Lenn Zehnder – der Visper Leihgabe – zur Führung ausnützen. Dies war auch schon das Drittelsresultat.
Führungstreffer reichen nicht zur Entscheidung
Im zweiten Spielabschnitt waren Lehmann und Wüest für die 2:1 Führung innert drei Minuten verantwortlich. Wer nun gedacht hatte, dass der Wille des Gegners gebrochen war, der irrte sich gewaltig.
Noch vor Drittelsende kam dieser wieder zum Ausgleich. Auch der Schlussabschnitt startete für die Visper optimal. Marchon konnte seine Farben wieder in Führung bringen.
In der Folge hatten die Visper das Spiel im Griff. Durch unnötige Strafen liess man sich jedoch noch die Butter vom Brot nehmen. 27 Sekunden vor Schluss konnten die Bündner abermals ausgleichen.
Achter Sieg in Serie dank Overtime-Treffer
Deren Trainer hatte zu diesem Zeitpunkt den Torhüter durch einen sechsten Feldspieler ersetzt – und da die Visper eine Strafe absitzen mussten – kam es quasi zu einer doppelten Überzahl.
In der Verlängerung machte dann Brodecki kurzen Prozess und erzielte den Führungstreffer. Somit kamen die Visper zu ihrem achten Sieg in Serie, wenn auch nur nach Verlängerung.






