Wie die Gemeinde Fischbach-Göslikon berichtet, wurde für den Neubau der Dreissigerstrasse-Brücke ausschliesslich Aargauer Holz verwendet.
Bauarbeiten
Ein Schutzhelm eines Bauarbeiters. (Symbolbild) - pixabay

Die neue Dreissigerstrasse-Brücke, die auf dem Boden von Fischbach-Göslikon liegt, besteht durch und durch aus Aargau. So arbeiteten 29 Forstwartlehrlinge aus verschiedenen Teilen des Kantons an der Brücke mit und es wurde ausschliesslich Aargauer Holz verwendet.

Der Neubau der Brücke war im Rahmen des Bau-Kurses nur eine von acht Baustellen, die sich die Instruktoren in der Kurswoche mit den Dritt-Jahr-Lernenden vorgenommen haben.

Der Plan war, dass die unteren Teile der Brücke, die Stütze wieder verwendet werden. Als jedoch ein Teil der alten Brücke abgerissen worden ist, hat man realisiert, dass die Brücke in einem sehr schlechten Zustand ist. So hat die Projektleitung kurzfristig entschieden, die ganze Dreissigerstrasse-Brücke zu ersetzen.

Das verlangte nach mehr Baumaterial. «In einer Nacht- und Nebelaktion mussten wir weiteres Holz besorgen», sagte Andreas Wirth, Ausbildungsinstruktor. Das zusätzliche Holz zu beschaffen, sei eine grosse Herausforderung gewesen, sagt der Förster aus Rupperswil.

Die Brücke wurde nur mit Aargauer Holz gebaut

Die Dreissigerstrasse-Brücke ist mit Eichen-, Douglasien- und Lärchen- und Fichtenholz erstellt worden. «Es handelt sich um Aargauer Holz aus den Wäldern der Region», versicherte Andreas Wirth.

Die Nachbeschaffung hat dann doch sehr gut geklappt, dank dem Forstbetrieb Reusstal, der von Förster Guido Schibli geführt wird und Heinz Haller vom Berufsbildungsheim Neuhof.

Förster Schibli, der selbst als Instruktor im Fricktal wirkte, meint: «Wir konnten just in Time liefern. Es ging Hand in Hand». Eine andere Gruppe bereitete das Holz auf und sägte es zu. An der Brücke haben 29 Forstwartlehrlinge aus dem Kanton Aargau gearbeitet.

Eine Gruppe brach die Brücke ab, eine erstellte die Brücke, eine sägte und eine Gruppe hatte lediglich am Schluss die Latten an die Pfosten reinzunageln und aufzuräumen, doch dafür sahen diese Lernenden die fertig erstellte Brücke. So habe jeder Projektschritt und jeder Projektort seinen Reiz.

An dem Bau arbeiten immer einen halben Tag eine Gruppe Lernender

Jedes Jahr im Herbst realisieren Förster und Forstwart-Vorarbeiter aus dem Kanton Aargau mit den Drittjahrlernenden einen sogenannten Baukurs. Heuer waren acht Projekte angesagt. Die Lernenden werden in Gruppen aufgeteilt und arbeiten jeweils an einem halben Tag an einem Projekt.

«Grundsätzlich versucht die Kursleitung immer Projekte in einer Region zu realisieren, so dass wir nicht lange Anfahrtswege zu den Projekten in Kauf nehmen müssen und die Lernenden auch am Abend nach Hause gehen können», sagt Förster Andreas Wirth.

Neben der Dreissigerstrasse-Brücke war man bei verschiedenen anderen Baustellen wie Strassenunterhalt, Wanderweg-Instandstellung, Brätlistelle-Bau, Hangverbauung und viele weitere beschäftigt.

Es ist also ein recht breites und interessantes Themengebiet, das vielfältige handwerkliche Qualitäten des Lernenden fördert und fordert. Heuer waren Projekte im Mettauertal, Region um Birr und im Freiamt verteilt. Nach jedem halben Tag war eine andere Gruppe beim jeweiligen Projekt am Arbeiten.

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