Es blüht! Dafür sorgen im Friedhof Madretsch, auf der Wildermethmatte und in der Grünanlage Erlacherweg bald Wildstauden-Mischpflanzungen.
In der Schweiz fliessen milliardenschwere Beträge in biodiversitätsschädigende Subventionen. (Symbolbild)
In der Schweiz fliessen milliardenschwere Beträge in biodiversitätsschädigende Subventionen. (Symbolbild) - sda - KEYSTONE/EPA/SEBASTIEN NOGIER

Diese Bepflanzungen wurden von Forschenden der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW extra für unsere Stadt zusammengestellt und enhalten typische Pflanzen aus der Region. Damit soll die Biodiversität gefördert werden.

Im Friedhof Madretsch, auf die Wildermethmatte und in der Grünanlage Erlacherweg wird eine Wildstauden-Mischpflanzung angepflanzt. Diese ist wegen der Vielfalt der eingesetzten Pflanzen sehr wertvoll für die Biodiversität und wird während den kommenden Jahren detailliert untersucht. Dabei interessiert die Forscherinnen, wie vielfältig das Leben in diesen Flächen über und unter dem Boden ist, wie aufwendig die Pflege ist und auch, wie diese wilde Vielfalt bei den Bewohnerinnen und Bewohnern ankommt. Neueste Forschungsresultate, Hintergrundinfor-mationen und eine Umfrage, welche das Feedback aus der Bevölkerung aufnimmt, finden sich dazu auf www.zhaw.ch/iunr/wildstauden.

Was sind Wildstauden-Mischpflanzungen?

Mischpflanzungen, Kombinationen von verschiedenen Pflanzen, welche gemeinsam auf einer bestimmten Fläche angepflanzt werden, sind bereits gut etabliert und verdrängen eintönige Rasenflächen.

Neu haben Forschende der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW Mischungen speziell für humusreiche Böden und ausschliesslich mit einheimischen Arten, eben Wildstauden, entwickelt. Solch heimische Wildpflanzen sind besonders wertvoll für die Biodiversität, da sie diversen Insekten Nahrung und Unterschlupf bieten. Zudem bieten sie einen farbigen Anblick in der urbanen Landschaft.

Über das Forschungsprojekt

Das Forschungsprojekt hat zum Ziel, mit der bewährten Methode der Stauden-Mischpflanzungen sowohl die ober- wie auch unterirdische Biodiversität zu fördern. Dabei werden heimische Wildpflanzen, wie zum Beispiel das Ochsenauge (Buphthalmum salicifolium, Hirschheil (Seseli libanotis) oder die wilde Möhre (Daucus carota) genutzt. Verschiedene Forschungsgruppen untersuchen dabei, wie diese neuen Bepflanzungen die Biodiversität verändern, wie praxistauglich sie sind und wie die Bevölkerung diese wilden Bepflanzungen akzeptiert. In Zukunft sollen diese Mischpflanzungen sowohl im öffentlichen wie im privaten Grünraum angepflanzt werden. Die Forschenden werden das Projekt bis Ende 2023 begleiten und untersuchen. Die Ergebnisse werden laufend auf der Website aktualisiert.

Wild!stauden-Mischpflanzungen in Biel und weiteren Städten

In Biel werden die Wildstauden-Mischpflanzungen am 28. April 2021 an den drei genannten Orten eingesetzt. Weitere regional bezogene Mischungen wurden und werden von März bis Mai 2021 in der Region Baden, Basel, Luzern, Zürich, Bern und Thun gepflanzt.

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