Wegen Fahrweise: Feuerwehrmann wird in Biel BE schuldig gesprochen
Ein Feuerwehrmann wurde in Biel BE schuldig befunden und wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung und grober Verletzung der Verkehrsregeln verurteilt.

Das Wichtigste in Kürze
- Ein Feuerwehrmann wurde beim Überfahren einer Kreuzung in einen Unfall verwickelt.
- Das Gericht in Biel BE verurteilte ihn wegen fahrlässiger, schwerer Körperverletzung.
- Der Feuerwehrmann erhielt eine Geldstrafe von 4000 Franken und weitere Kosten.
Ein Feuerwehrmann wurde in Biel BE für schuldig befunden. Dies, weil er beim Überqueren einer Kreuzung nicht die erforderliche Sorgfalt walten liess. Der Mann war deshalb in einen schweren Unfall verwickelt.
Die Richterin betonte, dass die wenigen Sekunden, die er habe gewinnen wollen, kaum ins Gewicht fielen.
Der Feuerwehrmann wurde wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung und grober Verletzung der Verkehrsregeln verurteilt. Darüber schreibt das «Bieler Tagblatt».
Während des Prozesses wurden zahlreiche Zeugen angehört. Darunter eine Rollerfahrerin, die das Martinshorn erst hörte, als sie sich bereits im Kreisverkehr befand. Obwohl der Feuerwehrmann behauptete, gebremst zu haben, zeigte der Fahrtenschreiber eine anhaltende Geschwindigkeit von 21 km/h.
Feuerwehrmann war 20 Jahre im Dienst
Die Richterin betonte, dass an Kreuzungen besondere Vorsicht geboten sei. Der Feuerwehrmann, der seit über 20 Jahren im Dienst war, hätte dies wissen müssen. Er hätte rechtzeitig bremsen können, wenn er langsamer gefahren wäre, und der Zeitgewinn sei kaum relevant gewesen. Obwohl die Schuld der Autofahrerin nicht geringer war, wurde das Verfahren gegen sie eingestellt.
Der Feuerwehrmann erhielt eine auf zwei Jahre bedingte Geldstrafe von 4000 Franken, die Verfahrenskosten und eine Denkzettelbusse von 800 Franken. Ob er seinen Führerausweis und seinen Job behält, ist offen. Das Urteil kann an die nächste Instanz weitergezogen werden und wird dem Strassenverkehrsamt mitgeteilt.








