Von den Römerquellen über die Juragewässerkorrektion bis heute: Die Beziehungen von Biel zum Wasser sind vielfältig. In einer Ausstellung thematisiert das Neue Museum Biel dieses Verhältnis.
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Ein Mann hält ein Glas unter einen laufenden Wasserhahn. - Keystone

Über Jahrhunderte versorgten die Römerquellen die Stadt mit Wasser, bis es grössere Versorgungsnetze brauchte, wie das Neue Museum in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt.

Für die Entwicklung der Industriestadt Biel wurde die Schüss gezähmt und ihre Wasserkraft genutzt. Die Juragewässerkorrektionen schützen vor Überschwemmungen und liessen neue Kulturlandschaften entstehen. Die trockengelegten Brachen ermöglichen seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert das Wachstum Biels jenseits der Stadtmauern.

«Seither überlegt sich jede Generation aufs Neue, wie das Land zwischen Altstadt und See für Industrie, Freizeit, Wohnungsbau oder Verkehr verwendet werden könnte», so das Museum.

«Biel und das Wasser» ist die erste von mehreren Themeninseln, die das Museum zur Erneuerung seiner Ausstellung entwickelt hat. Insgesamt sechs solcher Themeninseln soll es künftig geben.

Wie sich Biel verändert hat und verändern könnte, lässt sich in einer weiteren Ausstellung erkunden. «Biel auf einen Blick» nennt sie sich und ist in Zusammenarbeit zwischen der Stadt Biel und dem Neuen Museum Biel entstanden.

Seit den 1970er-Jahren besitzt die Stadt Biel nämlich ein Stadtmodell: Eine mit Holz und Kork nachgebildete Stadt auf einer Fläche von 20 Quadratmetern.

«Das Stadtmodell gibt uns die Möglichkeit zu analysieren, wie ein Projekt auf die ganze Stadt wirkt und in Zukunft aussehen könnte. Wir nutzen es als Arbeitsinstrument für die Stadtplanung», erklärt Florence Schmoll, Leiterin der Abteilung Stadtplanung.

Das Stadtmodell wurde 2016 und 2021 aktualisiert und steht nun erstmals der Öffentlichkeit im Museum zur Verfügung.

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