Vier Städte im Rennen um Titel «Kulturhauptstadt Schweiz 2030»
Aarau, Bellinzona, Lugano und Thun bewerben sich um den Titel «Kulturhauptstadt Schweiz 2030». Die Entscheidung fällt Anfang Juni 2026 durch eine Expertenjury.

Wie der Verein Kulturhauptstadt Schweiz mitteilt, bewerben sich Aarau, Bellinzona, Lugano (mit Locarno und Mendrisio) sowie Thun offiziell um den Titel «Kulturhauptstadt Schweiz 2030», der vom nationalen Verein Kulturhauptstadt Schweiz (KHS) vergeben wird.
Alle vier Städte haben ihre Bewerbung fristgerecht und formell korrekt eingegeben. Der Entscheid über die Vergabe fällt Anfang Juni 2026 durch eine unabhängige Expertenjury.
Jury prüft Bewerbungen der vier Städte
Die vier eingereichten Bewerbungsdossiers werden vom nationalen Verein KHS an alle 10 unabhängigen Jurymitglieder übergeben.
«Eine dreiköpfige Delegation der Jury wird die vier Städte im Verlaufe des Monats März besuchen, um sich vor Ort ein eigenes Bild zu den Bewerbungen zu machen. Ziel ist es, die jeweiligen Visionen und Konzepte vertieft kennenzulernen sowie den Dialog mit Kulturverantwortlichen und Behörden aufzunehmen.», so Tony Burgener, Vize-Präsident des Vereins KHS.
Die Ergebnisse der Gespräche und Eindrücke fliessen anschliessend in die Beratungen der Gesamtjury ein.
Bewertung anhand von sechs Kriterien
Die Bewerbungen werden anhand eines klar definierten Kriterienkatalogs bewertet. Dieser umfasst sechs Bereiche: die Zielsetzungen der Bewerbung, das kulturelle Angebot, die kulturelle Teilhabe, das Management, die finanzielle Tragfähigkeit sowie die Erfahrung in der Durchführung von Grossveranstaltungen.
Der Kriterienkatalog wurde den Bewerberstädten im Vorfeld transparent kommuniziert. Die auserwählte Stadt wird die Nachfolge von La Chaux-de-Fonds, Kulturhauptstadt Schweiz 2027 (lcdf27), antreten und von den Erfahrungen dieser ersten Ausgabe profitieren können.
La Chaux-de-Fonds auf Kurs für 2027
In La Chaux-de-Fonds laufen die Vorbereitungen für das Kulturhauptstadtjahr 2027 auf Hochtouren. Der Vorstand unter der Führung von Jean Studer und das lokale operative Team, wollen das Kulturjahr dazu nutzen, die laufende Transformation der Stadt zu unterstützen.
Gleichzeitig will man die kulturelle Vielfalt stärken und den Bekanntheitsgrad der Stadt in der gesamten Schweiz nachhaltig steigern.
Getragen wird das Kulturjahr von lokalen Institutionen, Vereinen und lokalen Kulturschaffenden, ergänzt durch nationale und internationale Projekte und Kollaborationen aus allen Kultursparten – von Musik, Tanz und Theater über bildende Kunst, Film und Fotografie. Die Programmleitlinien kommuniziert lcdf27 im Frühling.
Nationale Plattform für Kultur
Das Projekt Kulturhauptstadt Schweiz wurde von ehemaligen Mitarbeitenden der letzten Landesausstellung, der Expo.02, ins Leben gerufen, unter der Leitung von Daniel Rossellat, ehemaliger Direktor Events Expo.02, Gründer des Paléo Festivals und Stadtpräsident von Nyon (VD).
Ziel ist es, der Kultur in der Schweiz eine starke nationale Plattform zu bieten, neue gesamtschweizerische Netzwerke zu schaffen, Kultur möglichst niederschwellig einem breiten Publikum zugänglich zu machen und den Austausch über die Sprachregionen hinweg zu fördern.
Die erste Ausgabe in La Chaux-de-Fonds ist Teil der vom eidgenössischen Parlament verabschiedeten Kulturbotschaft 2025-2028 und wird vom Bundesamt für Kultur (BAK) unterstützt.






