Viel weniger Logiernächte wegen Corona-Pandemie im Kanton Bern

    Keystone-SDA Regional
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    Die Corona-Pandemie hat dem Tourismus im Kanton Bern stark zugesetzt. In der vergangenen Wintersaison gab es rund ein Viertel weniger Hotellogiernächte als in der Saison zuvor.

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    Die Marktgasse in der Altstadt in Bern. - keystone

    Der Rückgang in der vergangenen Wintersaison von November 2019 bis April 2020 entspricht damit dem schweizweiten Durchschnitt, wie das Amt für Wirtschaft des Kantons Bern am Donnerstag mitteilte. Die Schweiz verzeichnete 12,8 Millionen Logiernächte, der Kanton Bern etwa 1,6 Millionen.

    Für den Rückgang ist die Corona-Pandemie verantwortlich. Vor der Pandemie verzeichnete der Kanton bis im Februar eine Zunahme von Logiernächten im Vergleich zum Vorjahr. Ab März brachen die Zahlen dann ein. Die Zahl der Logiernächte sank im März um über 60 Prozent, im April gar über 90 Prozent - sowohl schweizweit wie auch im Kanton Bern.

    Über die ganze Saison verteilt traf es Bern mit rund 25 Prozent Einbruch an Logiernächten noch stärker als die Kantone Graubünden (-14,6 Prozent) und Wallis (-20,9 Prozent). Laut Amt für Wirtschaft ist ein Grund dafür, dass der Anteil der Gäste von ausserhalb Europas im Kanton Bern vergleichsweise hoch ist.

    Gäste aus Asien seien bereits vor den einschneidenden Schutzmassnahmen in der Schweiz und Europa grösstenteils ferngeblieben, so das Amt. Schön illustrieren lässt sich das am Beispiel von Interlaken - ein Hotspot für asiatische Touristen.

    In dieser Destination sanken die Logiernächte in der vergangenen Wintersaison um 36 Prozent. Damit ist Interlaken die Destination mit dem grössten Rückgang im ganzen Kanton.

    Der Rückgang setzte jedoch erst ab Februar 2020 ein. 2019 war für Interlaken noch ein Rekordjahr in Bezug auf Logiernächte. Asiatische Gäste waren in Interlaken denn auch immer noch für drei von zehn Logiernächten verantwortlich.

    Die Gästestruktur variiert im Kanton Bern jedoch von Region zu Region. In der Jungfrauregion war der Anteil der Gäste aus Europa mit über 40 Prozent der Logiernächte am höchsten. Adelboden-Lenk-Kandersteg verzeichnete mit über drei Vierteln anteilsmässig die meisten Logiernächte von Schweizer Gästen.

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