Aufgrund der Vorkommen der Tigermücke im Obstbergquartier führt das Schweizerische Tropeninstitut im Sommer 2022 weitere Kontrolluntersuchungen durch.
asiatische tigermücke
Eine weibliche asiatische Tigermücke. - dpa

Die Asiatische Tigermücke wurde im Obstbergquartier erstmals im September 2019 gesichtet. Im Herbst 2020 bestätigten Proben des Schweizerischen Tropeninstituts (Swiss TPH) aus über 60 potenziellen Brutstätten das Vorkommen der Asiatischen Tigermücke im Quartier.

2021 führte das Swiss TPH von Juni bis September erneut ein Monitoring im betroffenen Gebiet durch, um zu prüfen, ob die Tigermücke wieder verschwunden ist oder sich weiter ausgebreitet hat. Dabei zeigte sich, dass sich die Asiatische Tigermücke im Obstberg offenbar erfolgreich fortpflanzt.

Ausbreitung verhindern

Eine dauerhafte Etablierung des Insekts im Quartier und seine Ausbreitung im Stadtgebiet sollen unbedingt verhindert werden. Zur genaueren Analyse der Situation und der Festlegung geeigneter Bekämpfungsmassnahmen wird das Monitoring ab sofort und in den kommenden Monaten wiederholt.

Sollten wieder Tigermücken festgestellt werden, müssen die genauen Standorte der Eiablage und Larvenentwicklung gesucht und beseitigt werden. Dazu müssen allenfalls einige Standorte regelmässig mit einem biologischen Larvizid behandelt werden. Zusätzlich soll im Rahmen des Monitorings die Dichte der frei fliegenden Tigermücken ermittelt werden.

Bevölkerung wird um Mithilfe gebeten

Um der weiteren Vermehrung und Ausbreitung der Asiatischen Tigermücke im Obstbergquartier entgegenzuwirken, ist die Stadt Bern auf die Mithilfe der Anwohner im Quartier angewiesen. Da sich die Mücken bereits in kleinsten Wasseransammlungen vermehren können, sind diese unbedingt zu vermeiden.

Wasserbehälter jeglicher Art wie Topfuntersätze, Giesskannen und Regenschirmständer sollten bis Ende Oktober 2022 wöchentlich entleert und mit einem Tuch oder einer Bürste gut ausgerieben werden, um allfällige Eiablagen zu entfernen.

Darüber hinaus sollten Regentonnen mit einem Deckel oder einem Mückennetz dicht verschlossen sowie Abflüsse und Dachrinnen regelmässig auf Verstopfungen kontrolliert und falls nötig gereinigt werden.

Baumhöhlen, in denen sich Wasser sammelt, können mit Sand gefüllt werden. In belebten Gartenteichen hingegen sind keine Massnahmen erforderlich, da die Mückenlarven dort gefressen werden. Auch Swimmingpools oder Gewässer mit bewegter Wasseroberfläche bieten keine Eiablagemöglichkeiten.

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