Sieben Varianten zeigen Wege für die Allmenden auf
Die Stadt Bern präsentiert sieben Varianten zur künftigen Nutzung der Grossen und Kleinen Allmend und startet bis Ende Februar 2026 die öffentliche Mitwirkung.

Wie die Stadt Bern informiert, startet die öffentliche Partizipation zur künftigen Nutzung und Gestaltung der Allmenden. Bis Ende Februar zeigt eine Ausstellung im Messezentrum Bernexpo Vorschläge von Fachleuten, wie die vielfältigen Aktivitäten auf der Grossen und Kleinen Allmend besser koordiniert werden könnten.
Das Partizipationsangebot umfasst neben einem Mitwirkungstag am 17. Januar 2026 auch eine Online-Umfrage sowie Anlässe spezifisch für Kinder und Jugendliche.
Die Grosse und die Kleine Allmend stellen wertvolle gemeinschaftlich genutzte Grünräume im dicht besiedelten Nordosten von Bern dar. Gleichzeitig kollidieren die historisch gewachsenen Nutzungen teilweise miteinander.
Fachteams erarbeiten Zukunftsbilder
In den vergangenen Monaten haben deshalb drei Teams mit Fachleuten verschiedener Planungsdisziplinen Varianten zur Neuordnung der Grossen und der Kleinen Allmend erarbeitet. Zentrale Themen der Testplanung sind die Verlagerung der oberirdischen Parkplätze, die Koordination der Nutzungen sowie die Verbesserung der Aufenthaltsqualität.
Heute Montag haben Matthias Aebischer, Direktor für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün, und die Projektverantwortlichen vor den Medien sieben Varianten für die künftige Nutzung und Gestaltung der Allmenden präsentiert.
«Die Vorschläge der Fachteams sind die ideale Basis für den nun startenden Austausch mit der Bevölkerung, den Quartieren und Vereinen», sagte Matthias Aebischer. «Wir wollen die Ideen breit spiegeln und daraus gemeinsam ein Bild für die künftige Entwicklung der Allmenden formen».
Verschiedene Mitwirkungsformate
Am Mitwirkungstag, der am Samstag, 17. Januar 2026, in der Ausstellung im Bernexpo-Gebäude stattfindet, kann die Bevölkerung die Varianten direkt mit den Planungsteams und Jurymitgliedern diskutieren. Interessierte können sich hier anmelden.
Die Ausstellung ist auch nach dem Mitwirkungstag bis Ende Februar jeweils am Montagnachmittag und am Freitagnachmittag zugänglich. Auf Wunsch sind individuelle, fachlich begleitete Führungen für Gruppen möglich.
Am Mittwoch, 11. Februar 2026, wird die Ausstellung im Kompaktformat im Berner Generationenhaus gezeigt. Rückmeldungen können vor Ort abgegeben werden. Begleitend dazu kann die Bevölkerung ihre Erwartungen an die künftige Entwicklung der Allmenden in einer Online-Umfrage mitteilen.
Junge Stimmen bringen ihre Ideen ein
Die Fachstelle Kinder- und Jugendmitwirkung der Stadt Bern organisiert weitere Mitwirkungsanlässe spezifisch für Kinder und Jugendliche. Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren können ihre Ideen an zwei Nachmittagen spielerisch entwickeln: Jeweils am Mittwoch 21. und 28. Januar 2026, ab 14 Uhr bis 17 Uhr.
Die Anlässe finden im Quartierzentrum 5 respektive in der Quartierschule Burgfeld statt und können ohne Anmeldung besucht werden. Jugendliche und junge Erwachsene ab 13 bis 25 Jahren können ihre Bedürfnisse in einer Diskussionsrunde am Donnerstagabend, 22. Januar 2026, 18 Uhr bis 20 Uhr einbringen (Anmeldung per Mail). Diese Veranstaltung findet vor Ort in der Ausstellung statt.
Die Stimmbevölkerung hat das letzte Wort
Nach Abschluss der öffentlichen Partizipation werden zuhanden des Stadtrats die Eckwerte für die weiteren Planungsschritte ausgearbeitet. Anschliessend wird die Testplanung konkretisiert, wobei der Austausch mit der interessierten Bevölkerung aufrechterhalten wird.
Nach Abschluss der Testplanung folgt das Planerlassverfahren für die Anpassung der Nutzungsplanung sowie die öffentliche Auflage. Das letzte Wort wird die Stimmbevölkerung in einer Volksabstimmung, frühestens 2027, haben.
Sämtliche Informationen zu den Varianten, zur Mitwirkung sowie ein Video zur künftigen Gestaltung der Allmenden stehen auf der Projektwebsite zur Verfügung.






