Trotz Pandemie haben im vergangenen Jahr über 124'000 Personen das Naturhistorische Museum in Bern besucht. Das ist nach Angaben des Hauses zwar kein Rekord, «aber dennoch eine hervorragende Zahl».
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Die Stadt Bern. (Archivbild) - sda

Denn das Museum konnte aufgrund des neuerlichen Lockdowns erst am 1. März seine Tore wieder öffnen, wie es in einer Mitteilung vom Freitag schreibt. Als Publikumsmagnet erwies sich im vergangenen Jahr die Sonderausstellung «Queer - Vielfalt ist unsere Natur».

Die Ausstellung wurde im vergangenen November mit dem Prix Expo 2021 der Akademie der Naturwissenschaften Schweiz ausgezeichnet. Die Ausstellung wurde bis zum 19. März 2023 verlängert.

In der Daueraussstellung richtet das Haus derzeit einen Fokus auf die sogenannte Nasssamlung. Über 15'000 Gläser mit Leguanen, Fischen, Insekten, Pinguinen oder Krokodilen und eine Augensammlung gibt es zu sehen.

Im angebrochenen Jahr wird die Afrika-Ausstellung mit den Löwen-, Nashorn- und Antilopenpräparaten aufgefrischt. Unter anderem wird auch der Aspekt «Sammlungsgut aus kolonialem Kontext» thematisiert, wie das Naturhistorische Museum weiter mitteilte.

Weiter gezeigt wird die Sonderausstellung «Weltuntergang». Der letzte Raum der Ausstellung wird jedes Jahr von einer Künstlerin oder einem Künstler gestaltet. Ab Frühling 2022 ist dort das Werk «The Substitute» (der Stellvertreter) der britisch-südafrikanischen Künstlerin Alexandra Daisy Ginsberg zu sehen.

Es handelt sich um eine Videoarbeit, die das nördliche Breitmaulnashorn zum Leben erweckt. Die Art ist fast ausgestorben. Das letzte Männchen starb 2018. Seither ruht die Hoffnung auf Erhaltung der Art auf der Biotechnologie.

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