Kanton Bern: Keine neuen EP-Fälle – drei Betriebe werden geräumt
Im Kanton Bern gibt es bisher keine Hinweise auf eine weitere Ausbreitung der Enzootischen Pneumonie. In drei Zuchtbetrieben wurden Hunderte Tiere getötet.

Im Kanton Bern gibt es bisher keine Hinweise auf eine weitere Ausbreitung der Enzootischen Pneumonie (EP). Die drei betroffenen Schweinezuchtbetriebe werden in diesen Tagen vollständig geräumt.
In diesen Betrieben wurden insgesamt 34 hochträchtige Mutterschweine eingeschläfert und 135 Mutterschweine geschlachtet. Weitere rund 650 Ferkel wurden zur Schlachtung gebracht, rund 900 Ferkel mussten aufgrund der Infektion getötet werden. Die geschlachteten Tiere können für den menschlichen Verzehr verwendet werden, die getöteten Tiere nicht.
Das Amt für Veterinärwesen (AVET) kontrolliert die Reinigung und Desinfektion der betroffenen Betriebe. Anschliessend müssen die Betriebe zehn Tage leer stehen, bevor die Sperren aufgehoben werden können.
In vier von 14 Mastbetrieben mit Schweinen aus dem betroffenen Schweinering konnte das AVET den EP-Verdacht ausschliessen und die Sperre aufheben. Vier weitere Betriebe werden nach der bevorstehenden Schlachtung der Tiere demnächst leer sein. In sechs Betrieben laufen die Abklärungen weiter.
Es ist möglich, dass dabei noch Infektionen festgestellt werden. Bis zur vollständigen Entwarnung können bis zu acht Wochen vergehen.
Bisher gibt es keine Hinweise auf EP in Umgebungsbetrieben
Das AVET hat auch gefährdete Umgebungsbetriebe überprüft. Bisher gibt es dort keine Hinweise auf EP. Schweinehalterinnen und Schweinehalter müssen die Biosicherheitsmassnahmen jedoch weiterhin konsequent einhalten.
Bei Symptomen, insbesondere bei Husten, müssen sie umgehend ihre Bestandestierärztin oder ihren Bestandestierarzt informieren. Tierzugänge sind innerhalb von drei Tagen in der Tierverkehrsdatenbank zu melden. So lassen sich Verdachtsfälle rasch abklären und Tierbewegungen bei Bedarf zurückverfolgen.






