Gemeinderat befürwortet Übernahme des Insel-Rettungsdienstes
Die Insel Gruppe will ihren Rettungsdienst abgeben. Der Gemeinderat der Stadt Bern unterstützt das Vorhaben, diesen in Schutz und Rettung Bern zu integrieren.

Der Gemeinderat der Stadt Bern unterstützt das Vorhaben, den Rettungsdienst der Insel Gruppe AG in Schutz und Rettung Bern zu integrieren, wie die Stadt Bern mitteilt.
Damit könnte die Notfallversorgung an die kantonale Gesundheitsstrategie angepasst und effizienter gestaltet werden.
In einem nächsten Schritt wird der Stadtrat über die Reorganisation befinden.
Insel Gruppe will sich künftig auf Spitalversorgung fokussieren
Der Kanton Bern will die Gesundheitsversorgung in vier Spitalregionen organisieren. Pro Region soll ein Rettungsdienst im Einsatz sein. Die bestehenden Rettungsdienste müssen sich entsprechend neu strukturieren.
In der vom Kanton Bern definierten Region Bern+ sind derzeit Schutz und Rettung Bern sowie die Insel Gruppe tätig. Die Insel Gruppe will ihren Rettungsdienst abgeben und sich künftig auf die Spitalversorgung fokussieren.
Daher prüften beide Organisationen die Übernahme der Betriebsstandorte Münsingen und Riggisberg durch Schutz und Rettung Bern.
Nun spricht sich der Gemeinderat der Stadt Bern für diese geplante Neuorganisation aus. «Wir sehen darin eine Chance, die Notfallversorgung in der Region nachhaltig zu stärken», sagt Gemeinderat Alec von Graffenried, Direktor für Sicherheit, Umwelt und Energie.
Integration stärkt bestehende Kompetenzen
Durch das Zusammenlegen der Ressourcen sollen spezialisierte Kompetenzen gebündelt und optimal eingesetzt werden.
Dadurch lassen sich die Qualität, die Effizienz und die Wirtschaftlichkeit der Notfallversorgung ausbauen.
Synergien werden genutzt und Ereignisse im Bereich Notlagen und Katastrophen aus einer Hand bewältigt.
Mit Schutz und Rettung Bern steht hierfür eine Organisation bereit, die bei Rettungs- und Katastropheneinsätzen über viel Erfahrung im urbanen Umfeld und in der Region verfügt.
Betriebsstart ist Mitte 2027 vorgesehen
Der gemeinsame Rettungsdienst Bern+ soll den Betrieb am 1. Juli 2027 aufnehmen.
Alle Mitarbeitenden der Stützpunkte Münsingen und Riggisberg des Rettungsdienstes der Insel Gruppe sollen auf Wunsch zu Schutz und Rettung wechseln können.
«Es ist uns wichtig, allen Angestellten eine gute und verlässliche Perspektive zu bieten. Ihre Erfahrung ist ein zentraler Bestandteil einer funktionierenden Notfallversorgung», betont Gemeinderat Alec von Graffenried.
Betroffen sind rund 26 Vollzeitstellen.
Gemeinderat beantragt Kredite für die Umsetzung
Für die Umsetzung der Reorganisation beantragt der Gemeinderat dem Stadtrat einen Verpflichtungskredit in der Höhe von 800'000 Franken. Darin enthalten sind die Kosten für die gesamte Administration und den IT-Wechsel sowie ein Betrag für den allfälligen Ausgleich einer Unterdeckung bei der Personalvorsorgekasse.
Zudem beantragt der Gemeinderat im Stadtparlament einen Investitionskredit von 240'143 Franken für Fahrzeuge, Geräte und Mobiliar.
Für die juristische Beratung und die Begleitung der Personalübernahme sprach der Gemeinderat bereits ein Nachkredit in der Höhe von 50'000 Franken zulasten des Globalbudgets 2026.






