In Nidau haben am Freitag die Bauarbeiten für einen Wärmeverbund begonnen, der grosse Teile der Stadt sowie das Gebiet westlich des Bahnhofs Biel versorgen soll. Als Energiequelle wird das Wasser aus dem Bielersee genutzt.
Nidau
Der Bielersee. - Keystone

Das Seewasser wird durch zwei Seeleitungen gefasst und zum Pumpwerk befördert, wie der Energieverbund Bielersee am Freitag mitteilte. Im Pumpwerk wird die Energie mit grossen Wärmetauschern in einen Zwischenkreis übertragen, der als Kältenetz dient und die Energie in die Heizzentrale leitet.

Dort kommen Wärmepumpen zum Einsatz, die einerseits direkt die Wärme aus dem Seewasser und andererseits die Abwärme von den Kältekunden in das Fernwärmenetz einspeisen. Das Seewasser wird vom Pumpwerk direkt in die Zihl zurückgeleitet. Dieser Ablauf ist nach Angaben der Projektverantwortlichen für Flora und Fauna unbedenklich.

Am Freitag starteten die Bauarbeiten für die Seeleitungen und das Pumpwerk an der Dr. Schneiderstrasse in Nidau. Im laufenden Jahr werden auch die Bauarbeiten für das Leitungsnetz gestartet. Diese dürften sich über mehrere Jahre hinziehen und verschiedene Gebiete in Nidau und Biel betreffen.

Mit ersten Energielieferungen rechnet der Energieverbund Bielersee ab Herbst 2022.

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