Geburt und Tod sind unverrückbare Eckwerte des Lebens, denen das Museum für Kommunikation in Bern nachgeht. Dazu zeigt es eine Kunstinstallation im Spannungsfeld zwischen Video und Ausstellung.
Das Museum für Kommunikation
Das Museum für Kommunikation während der Berner Museumsnacht. - Keystone

Geburt und Tod sind unverrückbare Eckwerte des Lebens, denen das Museum für Kommunikation in Bern nachgeht. Dazu zeigt es eine Kunstinstallation im Spannungsfeld zwischen Video und Ausstellung. Sie stammt von Mats Staub, der im vergangenen August mit dem Schweizer Theaterpreis des Bundesamtes für Kultur ausgezeichnet wurde.

Zu sehen ist die Installation vom 1. April bis am 30. Mai, wie das Museum für Kommunikation am Mittwoch mitteilte. Eigentlich hätte das Werk bereits im vergangenen Jahr gezeigt werden sollen, doch die Coronapandemie vereitelte bisher drei Anläufe. «Wir geben nicht auf», proklamiert das Museum und nimmt nun den vierten Anlauf.

In seinem Langzeitprojekt fragte Staub Menschen nach existenziellen Erfahrungen. Welche Geburten, welche Todesfälle waren bestimmend für ihr Leben? Manche dieser Gesprächspartner kennen sich seit Jahrzehnten, andere begegnen sich zum ersten Mal. Sie kommen aus Ländern wie der Schweiz, Deutschland, England Frankreich, Südafrika und Kongo.

Die Gesprächspartner werden sowohl beim Sprechen als auch beim Zuhören gefilmt. Als Regel gilt: Der Zuhörende fragt jeweils nicht nach und nimmt nicht mit gut gemeinten Sätzen Anteil.

Auch die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, einfach zuzuhören und sich auf diese emotionale Gesprächssituationen einzulassen. Dabei wird deutlich, wie die individuellen Geschichten zu den existenziellen Erfahrungen mit Geburt und Tod die Menschen überall auf der Welt verbinden.

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