«Downtown Gastown»: So heisst das Projekt, mit dem ein bernisch-zürcherisches Architektenteam den Ideenwettbewerb der Stadt Bern zum Berner Gaswerkareal gewonnen hat. Der Jury gefiel am Projekt die «nachhaltige Quartieridee» mit einem hohen Wohnanteil.
Gaswerkareal: Start offener städtebaulicher Ideenwettbewerb. - Stadt Bern

«Downtown Gastown» eigne sich gut für die Erstellung von zahlreichen preisgünstigen Wohnungen und für den gemeinnützigem Wohnungsbau, schreibt die städtische Direktion für Finanzen, Personal und Informatik in einer Mitteilung vom Donnerstag. Es handle sich um eine «massgeschneiderte Grundlage für die weiteren Planungsschritte».

Auf der Fläche zwischen Monbijoubrücke und Sportplatz Schönau soll ein Stadtquartier mit gemischter Nutzung entstehen. Das Siegerprojekt zeige auf, dass der Erhalt der bestehenden Naturwerte, des Freiraums und des Gaskessels vereinbar sei mit einer baulichen Verdichtung des ehemaligen Gaswerkareals, schreibt die Stadt.

Das Projekt verzichtet auf neue Untergeschosse an der Aare und setzt dafür auf «gemeinschaftsfördernde Nutzungen» und «Aneignungsflächen für die Bewohnerschaft» auf den Dächern. Die Rede ist von einer «Beletage», welche einen direkten Zugang von der Monbijoubrücke her erhalten soll.

Hochhäuser in der Schwemmebene soll es nicht geben, aber ein Hochhaus von rund 60 Metern beim Brückenkopf der Monbijoubrücke. Das Preisgericht schlägt vor, dessen Höhe auf 50 Meter zu beschränken.

Für die Plattform beim heutigen Lift gegenüber dem neuen Hochhaus ist ein attraktiver öffentlicher Balkon mit Pavillon und Panoramaausblick auf Altstadt, Bundeshaus und Aaretal vorgesehen. Wie bereits seit Längerem bekannt ist, bleibt das Jugend- und Kulturzentrum Gaskessel unangetastet.

«Downtown Gastown» soll nun weiterentwickelt werden. Voraussichtlich Mitte 2023 findet die Volksabstimmung zu den nötigen Zonenplanänderungen statt. Die Wettbewerbsarbeiten werden ab Freitag in der Sprachheilschule Bern-Wankdorf ausgestellt.

Die Berner Stimmberechtigten gaben im Februar 2020 grünes Licht zum Rückkauf des Areals vom Stromversorger ewb. Dieser saniert seit Ende August das belastete Areal. Im Januar dieses Jahres hatte die Stadt Bern den Ideenwettbewerb lanciert und im Juni schickte sie die Planungsvorlagen für die Überbauung des Areals in eine Mitwirkung.

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