Berns Grosser Rat führt erstmals Tag der Zweisprachigkeit durch

    Keystone-SDA Regional
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    Bern,

    Der bernische Grosse Rat führt am 30. November erstmals einen Tag der Zweisprachigkeit durch. Grossratsmitglieder sind an diesem Tag aufgerufen, einen Teil ihrer Rede oder das ganze Votum nicht in ihrer Muttersprache zu halten, sondern in der jeweils anderen offiziellen Sprache des Kantons Bern.

    Grosser Rat
    Der Grosse Rat in Bern. - keystone

    Dieser Sprachwechsel erfolgt auf freiwilliger Basis, wie die bernische Staatskanzlei und das Forum für die Zweisprachigkeit in Biel in einer Mitteilung schreiben. Um den Volksvertreterinnen und -vertretern die Aufgabe zu erleichtern, stehen professionelle Hilfen der Zentralen Sprachdienste der Staatskanzlei bereit.

    Hinter der Idee steht auch Grossratspräsident Hervé Gullotti (SP/Tramelan). Es gelte, die Zweisprachigkeit des Kantons Bern zu einem Trumpf zu machen, sagt er laut der Mitteilung.

    Am Tag der Zweisprachigkeit des Grossen Rats gibts mittags eine «Rösti bilingue» und die Kantonsverwaltung stellt den Grossratsmitgliedern Sprach-Tandems vor. Abends folgt eine Gesprächsrunde zum Thema Zweisprachigkeit.

    In Anlehnung an den Europäischen Tag der Sprachen, der jeweils am 26. September stattfindet, organisiert der Bund seit 2019 Tage der Mehrsprachigkeit. Dies sowohl auf Ebene der Bundesverwaltung als auch auf Ebene des Bundesparlaments.

    Der vom Verein Helvetia Latina lancierte Anlass soll Austausch und Verständnis zwischen den verschiedenen Sprachgemeinschaften fördern. Am ersten solchen Tag im September 2019 formulierten viele Mitglieder von National- und Ständerat zumindest ein paar Sätze in einer anderen Landessprache.

    Im Walliser Grossen Rat verwendeten Grossrätinnen und Grossräte nach Angaben des Forums für Zweisprachigkeit am 7. September dieses Jahres die jeweilige Partnersprache. Am 25. September fand im Kanton Freiburg ein Tag der Zweisprachigkeit statt.

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