Mit einer Schweigeminute hat der Berner Stadtrat am Donnerstag ein Zeichen für den Frieden und gegen den Krieg in der Ukraine gesetzt. Stadtratspräsident Manuel C. Widmer (GFL) rief die Parlamentsmitglieder zudem dazu auf, ihr Sitzungsgeld der Glückskette zu spenden.
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Der Stadtrat Bern. (Archivbild) - Keystone

«Unsere Herzen und Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine», sagte Stadtpräsident Alec von Graffenried (GFL) in einer Erklärung zu Beginn der Sitzung. Der Angriffskrieg treffe ein Land, das sich im Aufbruch befunden habe hin zu gesellschaftlicher Öffnung und Demokratie.

Mitgefühl verdienten aber auch die Menschen in Russland, die unter dem Krieg ebenfalls zu leiden hätten und von Machthaber Wladimir Putin in Geiselhaft genommen würden.

Von Graffenried erinnerte an den engen Kontakt der Stadt Bern zur Ukraine und insbesondere zur Hauptstadt Kiew. Viel dazu beigetragen hätten die Boxkämpfe der Klitschko-Brüder 2009 und 2012 in Bern.

Seitdem Vitalyi Klitschko 2014 Bürgermeister geworden sei, hätten mehrere Delegationen aus Kiew die Stadt Bern besucht, rief von Graffenried in Erinnerung. Zuletzt sei eine Delegation Ende November 2021 in Bern gewesen. Er selber sei im Dezember 2019 nach Kiew gereist, um mit Klitschko eine Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen den Städten zu unterzeichnen.

Von Graffenried berichtete weiter, dass nunmehr zehn Zivilschützer im Kirchenfeld der ukrainischen Botschaft helfen, die grossen Mengen an angelieferten Hilfsgütern zu sortieren. Die Solidarität der Bevölkerung sei gross.

Es habe auch bereits Anfragen gegeben von Menschen, die ukrainische Flüchtlinge bei sich unterbringen möchten. In einer ersten Phase gebe es wohl genug Platz in den Flüchtlingsunterkünften, sagte von Graffenried. Später werde man allenfalls auf die Angebote zurückkommen.

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