An den fünf Pilotveranstaltungen, mit denen der Kanton Bern mit Blick auf weitere Öffnungsschritte die Wirksamkeit von Corona-Schutzmassnahmen testen darf, wird eine Maskenpflicht gelten. Nach Angaben des Kantons Bern besteht der Bund auf dieser Schutzmassnahme.
Maskenpflicht
Ein Schild weist auf die Maskenpflicht hin. (Symbolbild) - Keystone

Wie die kantonale Gesundheits-, Sozial- und Integrationsdirektion (GSI) am Mittwoch mitteilte, wurden die Vorgaben des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) für diese fünf Pilotveranstaltungen bisher als kaum umsetzbar eingestuft. Gemeint ist nicht nur die Maskentragpflicht, sondern etwa auch die Pflicht, nur im Sitzen konsumieren zu dürfen.

Deshalb suchte der Kanton mit den jeweiligen Veranstaltern nach Lösungen, um bestmöglich zu gewährleisten, dass sich am Veranstaltungsort keine Covid-19-infizierten Personen aufhalten. «Der Kanton Bern hätte damit Erfahrungen sammeln wollen, die über die rein planerischen und logistischen Aufgaben hinausgegangen wären», steht in der Mitteilung.

Da die Bundesbehörden auf der Maskentragpflicht bestehen, hat der Kanton Bern am Mittwoch die fünf Veranstalter über diese Auflage ins Bild gesetzt.

In fünf Bereichen hat der Kanton Bern Pilotveranstaltungen genehmigt: im Profisport, dem Amateursport, dem Kulturbereich, der Party-Welt und der Wirtschaft. Es geht um die Schweizer Leichtathletikmeisterschaften in Langenthal, ein Jubiläumsfest des FC Gerzensee und um vier Konzerte von «Patent Ochsner» im Berner Konzertlokal Bierhübeli.

Auch soll im Klub Le Ciel in Bern eine Party steigen, und im Kursaal Bern finden die Startup-Days als Corona-Schutzmassnahmen-Pilotprojekt statt.

Das Bierhübeli hat auf seiner Internetseite die Konzerte mit «Patent Ochsner» als Anlässe ohne Maskenpflicht für 500 Personen angekündigt. Das Schutzkonzept habe den Sonderstab überzeugt. Strenge Kontrollen im Eingangsbereich seien geplant. Alle Konzerte sind ausverkauft, wie der Bierhübeli-Seite weiter zu entnehmen ist.

Der Impuls für die Durchführung von solchen Pilotveranstaltungen war vom Bundesrat gekommen. Er lud die Kantone ein, Veranstaltungen zu bezeichnen. Bei allen Veranstaltungen sollen nach der Durchführungen Tests bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt werden. Die Erfahrungen mit diesen Anlässen sollen unter Umständen weitere Öffnungsschritte ermöglichen.

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