Aufsteiger Muri-Gümligen verblüfft weiter
Fünf Spiele, 13 Punkte und Tabellenführung: Der FC Muri-Gümligen erwischt als Aufsteiger einen Traumstart in die 1. Liga Classic.

Zwar geizen die Berner Vorörtler immer noch ein wenig beim Tore schiessen. Nur deren sechs in fünf Spielen, dafür kassieren sie aber auch fast keine Gegentreffer. Bisher lediglich einen einzigen.
Torspektakel war auf dem Füllerich im Spiel gegen den Nachwuchs der Hoppers aus Zürich dementsprechend nicht zu erwarten. Nicht, dass die Einheimischen es nicht versucht hätten: In den ersten fünf Minuten spielte nur MG.
Vor allem Flügel Andrejevic war in prächtiger Spiellaune und verzeichnete allein drei Abschlüsse auf des Gegners Kasten.
Also doch Spektakel? Ähm … nein, danach war erstmal Schluss.

Andrejevic nahm den Fuss vom Gaspedal und Gümligen überliess den Hoppers zunehmend die Spielkontrolle.
Muri-Gümligen mit Dusel
Ein Spiel mit dem Feuer: Ein Schlenzer der Hoppers aus der zweiten Reihe knallte bereits in der 9. Minute hinter Gümligen-Goalie Nydegger ans Lattenkreuz. Glück gehabt.
Dies sollte allerdings kein Weckruf für die Einheimischen sein. GC dominierte weiter das Spiel und kam zu einigen Chancen, aber immer fehlten ein paar Zentimeter. Der FC MG hielt mit weiten Zuspielen auf die schnellen Stürmer dagegen.
Nur, bei den Pässen fehlte die Präzision und bei den Stürmern die Durchschlagskraft.
Die zweite Hälfte der ersten Halbzeit war danach nur noch ein ziemlich müdes Gekicke und selbst die Balljungen am Spielfeldrand mussten aufpassen, dass sie nicht einnicken.
Beqaj und Zubaku
Nach der Pause stellte Muri-Gümligen sein Spiel um. Keine aussichtslosen langen Zuspiele mehr. Mehr Ballkontrolle, gepflegter Spielaufbau und die Angriffe über die Flügel.
Die Balljungen waren wieder wach und die Gümliger Chancen häuften sich. Es folgte der Wechsel des Tages: Beqai ersetzte in der 60. den quirligen Andrejevic.
Keine vier Minuten später versetzte der neue Flügelstürmer an der Seitenlinie den für ihn zuständigen Hopper, schaute kurz in die Mitte, sah Kollege Zubaku, fand diesen mit einer präzisen Flanke und der bedankte sich mit dem 1:0.
Und weil das alles so gut geklappt hatte, probierten die zwei Gümliger es keine vier Minuten später gleich nochmals: Beqai überforderte seinen Gegenspieler diesmal mit einem hübschen Lupfer, verzog seine Flanke allerdings ein wenig.
Der Ball segelte Richtung GC-Goalie Thüring. Wäre für diesen auch eine leichte Beute gewesen, wenn denn Thüring nicht den Gümliger Mittelstürmer Konopek übersehen hätte. Dieser stellte sich dem Keeper geschickt in den Weg.
AUFSTELLUNGEN
FC Muri-Gümligen: Nydegger; Zollner, Kikanda, Ucar, Kolua, Kühne, Vranovic, Mourelle Moura, Andrejevic, Konopek, Zubaku; Schöni, Dos Santos, Likaj, Rebronja, Rinaldo, Beqai, Münger.
Grasshoppers Club Zürich U-21: Thüring; Büchler, Palosche, Sabotic, Nowak, Gigon, Murati, Mantini, Sahin, Ferrazza, Destani; Spring, Mosimann, Williamson, Correia, Hajrizi, Fiechter, Muogbo.
Thüring stolperte und verlor das Spielgerät. Der Ball kullerte zu Zubaku und der weiss bekanntlich, wo die Kiste steht. Zwei zu null.
Das Spiel war damit gelaufen. Die Hoppers versuchten es noch halbherzig, konnten MG-Keeper Nydegger aber nicht mehr in Bedrängnis bringen.

Perfekter Saisonbeginn für den FC Muri-Gümligen. Man darf gespannt sein, wohin die Reise der Mannschaft der beiden Trainer Sheholli und Rexhaj noch führen wird.












