Die Berner Haus- und Kinderärztinnen und -ärzte warnen ihrerseits vor den Folgen steigender Covid-Ansteckungszahlen für die Gesundheitsversorgung. Die weitere Ausbreitung des Coronavirus müsse unverzüglich und konsequent bekämpft werden, mahnt der Verein VBHK.
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Kinderzeichnung des Coronavirus. - AFP/Archiv

Die Berner Haus- und Kinderärztinnen und -ärzte warnen ihrerseits vor den Folgen steigender Covid-Ansteckungszahlen für die Gesundheitsversorgung. Die weitere Ausbreitung des Coronavirus müsse unverzüglich und konsequent bekämpft werden, mahnt der Verein VBHK.

Die Hilferufe aus den Spitälern nehme man mit Besorgnis zur Kenntnis, teilte der Verein Berner Haus- und KinderärztInnen (VBHK) am Montag mit. Die Situation werde sich in den nächsten Tagen noch weiter verschärfen: die jüngste Virus-Mutation und «vermeidbare Unfälle» stellten eine zusätzliche Belastungsprobe dar.

Die Hausärztinnen und Hausärzte seien täglich auf ein gutes Funktionieren der Spitäler angewiesen. Dazu gehörten genügend Aufnahmekapazitäten, hochqualifizierte Pflege mit einem adäquaten Betreuungsschlüssel, gut funktionierende vor- und nachgelagerte ambulante Grundversorgung sowie spitalexterne Pflege.

Nur wenn all diese Elemente des Gesundheitswesens funktionierten, lasse sich die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung weiterhin sicherstellen. Der Verband unterstützte deshalb solidarisch die Forderung der Spitäler nach einer konsequenten Bekämpfung der Corona-Pandemie.

Das Berner Inselspital und andere Schweizer Universitätskliniken hatten bereits vergangene Woche vor einer drohenden Überlastung gewarnt. Letzte Woche waren am Inselspital 90 Prozent der Kapazitäten in der Intensivpflege ausgelastet. Die verantwortlichen Klinikchefs plädierten deshalb für striktere Coronamassnahmen.

Die Spitäler Frutigen-Meiringen-Interlaken (fmi) AG ersuchten den Kanton Bern letzten Freitag konkret um eine Schliessung der Skigebiete in ihrem Einzugsgebiet. Verletzte Wintersportler werden nun nach Möglichkeit in andere Spitäler geflogen.

Im Kanton Bern bleiben die Skigebiete bislang offen. Gesundheitsdirektor Pierre Alain Schnegg (SVP) erklärte am Freitag, die Situation könne sich rasch ändern. Wenn sich eine Überlastung der Spitäler ergeben sollte, werde er der Kantonsregierung die Schliessung der Skigebiete beantragen.

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