Agroscope-Studie schätzt Folgen der Trinkwasserinitiative ab

    Der Bundesrat
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    Bern,

    Eine von Agroscope verfasste Studie zeigt anhand von 18 Szenarien mögliche Auswirkungen der Trinkwasserinitiative für die Schweizer Landwirtschaft auf.

    Die Ombudsstelle verzeichnet einen Anstieg von 22 Prozent.
    Die Ombudsstelle verzeichnet einen Anstieg von 22 Prozent. (Symbolbild) - Der Bundesrat

    Die verschiedenen Szenarien gehen unter anderem von unterschiedlichen Pflanzenbauerträgen und Preisen aus. Die Ergebnisse der Szenarien werden in der Studie diskutiert sowie durch Mitglieder der Begleitgruppe eingeordnet. Die Berechnungen basieren auf SWISSland, einem Modellsystem für die Schweizer Landwirtschaft.

    Die Volksinitiative mit dem Titel «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung – Keine Subventionen für den Pestizid- und den prophylaktischen Antibiotika-Einsatz» will den ökologischen Leistungsnachweis (ÖLN) deutlich verschärfen. Agroscope geht in ihrer Studie der Frage nach, welche Auswirkungen dies für die Produktion, die Einkommen und die Schweizer Landwirtschaft hätte. Agroscope nutzte für die Wirkungsanalyse das von ihr entwickelte Modellsystem SWISSland.

    Für die Modellberechnungen wurden detaillierte Angaben darüber benötigt, wie sich Preise, Naturalerträge, Kosten sowie Arbeitszeitaufwand in den Betrieben verändern würden. Die damit verbundenen Unsicherheiten wurden mittels 18 Szenarien aufgefangen, die sich in diesen Angaben unterscheiden. Die Modellannahmen wurden auf Basis wissenschaftlicher Literatur, Expertengesprächen sowie in enger Zusammenarbeit mit einer Begleitgruppe erarbeitet. In dieser Gruppe sassen Vertreterinnen und Vertreter des Schweizerischen Bauernverbandes, Pro Natura, des Bundesamts für Landwirtschaft und des Bundesamtes für Umwelt sowie der ETH Zürich und von Vision Landwirtschaft.

    Die Studie beinhaltet die Ergebnisse aller 18 Szenarien, eine Diskussion und eine Zusammenfassung der Modellergebnisse von Seiten Agroscope sowie die Einordnung der Ergebnisse durch die Begleitgruppenmitglieder. Zudem sind die Resultate dieser Studie Basis für die Evaluation der Umweltwirkungen der Trinkwasserinitiative, welche Agroscope in einem separaten Bericht voraussichtlich im ersten Quartal 2020 publizieren wird.

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