Eine Gruppe von fahrenden Roma aus Frankreich darf länger als geplant in Belp bleiben. Das Ultimatum wurde um eine Woche bis 4. Juni verlängert, wie die Gemeinde am Freitag mitteilte.
Ausländische Fahrende auf einer Wiese bei der Autobahnraststätte zwischen Kerzers und Mühleberg.
Ausländische Fahrende auf einer Wiese bei der Autobahnraststätte zwischen Kerzers und Mühleberg. - Keystone

Die ursprünglich gesetzte Frist lief am Freitag ab. Die Gemeinde hat sich nach eigenen Angaben intensiv um einen alternativen Platz bemüht, aber noch keinen gefunden. Die Fahrenden und die Gemeinden würden die Suche nach einem neuen Standort nun intensivieren, heisst es im Communiqué.

Eine polizeiliche Räumung sei zurzeit nicht möglich. Das Areal sei sauber und geordnet. Die Polizei habe bislang «keine Auffälligkeiten» gemeldet.

Die Gruppe befindet sich auf einem Parkplatz gegenüber dem Fussballplatz des FC Belp. Sie war am Pfingstmontag mit 38 Wohnwagen zunächst auf ein privates Grundstück gefahren, worauf die Gemeinde die Polizei aufbot.

Zur Vorbeugung eines Konflikts wurde die Gruppe auf das Parkplatzareal P7 geleitet. Das Areal in der Freizeit- und Sportzone wird laut Gemeinde derzeit nicht stark frequentiert.

Die Stiftung Zukunft für Schweizer Fahrende hatte letzte Woche auf den Mangel an Halteplätzen für Fahrende aus dem In- und Ausland hingewiesen. Bei den Transitplätzen für ausländische fahrende Roma habe sich die Situation in den vergangenen Jahren zwar verbessert. Doch die zurzeit sieben existierenden Transitplätze seien immer noch zu wenig; es bräuchte zehn zusätzliche.

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