Der Baselbieter Landrat will keine mobilen Luftreiniger anschaffen, um die Schulräume virenfrei zu gestalten. Stattdessen setzt er auf andere Massnahmen wie regelmässiges Lüften, Abstände oder Masken.
In einem leeren Klassenzimmer sind die Stühle auf die Schulbänke gestellt. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa
In einem leeren Klassenzimmer sind die Stühle auf die Schulbänke gestellt. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa - dpa-infocom GmbH

Der Landrat hat am Donnerstag ein entsprechendes Postulat mit 57 zu 22 Stimmen bei einer Enthaltung abgeschrieben. Nachdem der Bundesrat und der Kanton Basel-Landschaft vergangene Woche die Corona-Massnahmen gelockert hatten, fanden Abklärungen zu Luftfiltern im Landrat am Donnerstag keine Mehrheit.

Die SP-Fraktion wollte das Postulat nicht abschreiben, solange noch eine Studie laufe, welche die Wirkung von Luftfiltern erst untersuche.

Die Sprecherin der Grünen/EVP wollte das Postulat abschreiben, weil die Regierung alle Fragen abklärt hatte und der Vorstoss somit erfüllt sei.

Der SVP-Sprecher fand den Kosten-Nutzen-Effekt «fragwürdig». Und der Sprecher der FDP hielt das Postulat «zum jetzigen Zeitpunkt für überholt». Dem schloss sich auch der Sprecher der Mitte/GLP-Fraktion an, der das Postulat ebenfalls abschreiben wollte.

Die Regierung rechnete in ihrem Bericht vor, dass Luftfilter für jeden der 1400 Schulräume an den Sekundarstufen 1 und 2 zwischen 6 bis 7 Millionen Franken kosten würden.

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