Die Basler Regierung will keine kostenlose Entsorgung von Bioabfällen, die Gesetze auf Bundes- und Kantonsebene verlangen eine kostendeckende Abfallrechnung.
Strassenbahn und Flexity Text
Blick auf die Stadt Basel. (Symbolbild) - Keystone

Die Motion von Laurin Hoppler (GAB) und Konsorten forderte eine kostenfreie Sammlung und Verwertung von Bioabfällen.

In der Stadt Basel fehle ein flächendeckendes Entsorgungssystem, um organische Haushaltsabfälle entsorgen zu können.

Die Regierung räumt in ihrer Antwort ein, dass die bisherigen kleinräumigen Angebote wie Bioklappen, Quartierkompostplätze Kompostberatung und Grünabfallsammlung der Menge an Bioabfällen nicht gerecht werden.

Die Regierung befürwortet daher «rasche Verbesserungen». Daher würden zurzeit «verschiedene Lösungsansätze parallel verfolgt. Sie beantragt, die Motion als Anzug zu überweisen.

Pilotprojekt im Bachletten-Quartier

Die Regierung verweist auf ein Pilotprojekt im Bachletten-Quartier, um Küchen- und Speiseabfälle in Unterflurcontainern zu entsorgen.

Dieses konnte aufgrund von Einsprachen nicht gestartet werden. Bis die Unterflurcontainer umgesetzt werden können, dauere es zu lange.

Zudem reichten die Biogasanlagen in der Region Basel nicht aus, um grössere Mengen zu verwerten, schreibt die Regierung.

70 Kilogramm Bioabfälle pro Kopf

Pro Kopf werden in Basel Stand 2021 jährlich rund 70 Kilogramm Bioabfälle im Hauskehricht entsorgt, wie es in der Motionsantwort heisst.

Mit einem separaten Sammelsystem sei es möglich, knapp die Hälfte davon zu sammeln und zu verwerten. Das realistische Potenzial liege bei 5000 bis 7000 Tonnen biogenen Abfällen, schreibt die Regierung.

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