Winterwaldumgang zeigt Holz als nachhaltige Ressource

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Baden,

Beim Winterwaldumgang in Baden erfuhren rund 55 Teilnehmende, wie Holz nachhaltig genutzt wird – von moderner Ernte bis zu Plänen für die Herzoghütte.

Die Stadtbibliothek in Baden.
Die Stadtbibliothek in Baden. - Nau.ch / jpix.ch

Am Samstag, 17. Januar 2026, fand im Badener Wald der traditionelle Winter-Waldumgang der Ortsbürger statt, teilt die Stadt Baden mit. Rund 55 Ortsbürgerinnen und Ortsbürger sowie geladene Gäste folgten der Einladung des Ortsbürgerforums, um mehr über die nachhaltige Holznutzung zu erfahren. Der Anlass stand unter dem Motto: «Holz – der einzige heimische, nachhaltig nachwachsende Rohstoff».

Zum Auftakt begrüsste Stadtoberförster Georg von Graefe die Teilnehmenden am Waldeingang an der Täfernstrasse in Dättwil. Forstunternehmer Tobias Wiss, der seit 30 Jahren für die Holzernte im Badener Wald zuständig ist, führte die Gruppe durch den Nachmittag.

Herausforderungen und Chancen

Bereits beim ersten Halt im Eichwaldweg erläuterte Georg von Graefe die Herausforderungen und Chancen der modernen Waldbewirtschaftung. Im Fokus standen Themen wie Borkenkäferbefall, Klimawandel und Verjüngungsflächen, welche die langfristige Baumartenmischung prägen.

Mit Blick auf aktuelle Entwicklungen betonte er: «Der Wald wandelt sich und wir gestalten diesen Wandel aktiv. Unser Ziel ist ein klimafitter, stabiler Mischwald mit mehr Eichen und weniger Fichten.» Anhand konkreter Flächen zeigte er, wie natürliche Verjüngung und gezielte Pflege dazu beitragen, dass kommende Generationen von einem resilienten Wald profitieren.

Live-Demonstration mit dem Harvester

Ein Höhepunkt des Rundgangs war die Vorführung einer modernen Forstmaschine (Harvester Rottne H21E) durch Tobias Wiss. Die Teilnehmenden erhielten einen eindrucksvollen Einblick, wie heute grosse Bäume effizient und zugleich bodenschonend gefällt, entastet und verarbeitet werden.

Tobias Wiss erklärte: «Mit moderner Technik können wir sicher, präzise und mit wenig Bodenschäden arbeiten. Ein entscheidender Fortschritt gegenüber früheren Methoden.»

Anhand frisch geschlagener Stämme zeigte er die Sortierung in Stammholz, Industrieholz und Energieholz und erläuterte Absatzwege. Darunter regionale Sägereien sowie Holz, das im Badener Wald verbleibt, um CO₂ zu speichern.

Pläne für die Herzoghütte

Der geplante Neubau der Herzoghütte befindet sich noch im Bewilligungsverfahren. Das Projekt wurde ausgearbeitet und von den Ortsbürgern gutgeheissen; auch der Kanton befürwortet die neue geplante Waldhütte.

Die Finanzierung ist gesichert. Aktuell ist jedoch das Verfahren hängig, da beim Regierungsrat noch Einsprachen vorliegen. Nach Abschluss des Bewilligungsverfahrens wird die neue Herzoghütte realisiert.

Gemütlicher Ausklang bei Suppe und Wurst

Der traditionelle Umtrunk und Imbiss fanden bei der Herzoghütte statt, organisiert durch das Ortsbürgerforum. Bei Suppe, Wurst und Ortsbürgerwein nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Austausch.

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