Fehlstart kostet Baden-Endingen Punkte gegen Leader Emmen
Nach einer verschlafenen Startphase kämpft sich HSG Baden-Endingen gegen Handball Emmen zurück, unterliegt aber 32:41 und rutscht damit auf Rang sieben.

Verschlafene Startphase gegen den Leader, berichtet die HSG Baden-Endingen – das Team zeigt danach Moral und kämpft sich eindrücklich zurück. Die HSG Baden-Endingen unterliegt dem souveränen NLB-Leader Handball Emmen mit 32:41.
Ausschlaggebend war eine schwache Anfangsviertelstunde, in der sich die Aargauer früh einen grossen Rückstand einhandelten. Umso bemerkenswerter war die anschliessende Reaktion: Über weite Strecken der Partie spielte Baden-Endingen auf Augenhöhe mit den Innerschweizern und kämpfte sich zwischenzeitlich bis auf drei Tore heran.
Verschlafener Start gegen abgeklärten Leader
Die Ausgangslage war klar: Handball Emmen hatte in 23 Spielen erst drei Niederlagen kassiert und reiste als klarer Favorit in die GoEasy-Arena. Baden-Endingen hoffte dennoch, dem Leader Paroli bieten zu können.
Doch bereits in den ersten Minuten zeigte sich, wie schwierig diese Aufgabe werden würde. Nach sechs Minuten lag das Heimteam mit 1:7 zurück – ein Fehlstart, von dem sich Baden-Endingen lange nicht lösen konnte.
Rückraumspieler Bühler fand zunächst nicht ins Spiel und leistete sich mehrere technische Fehler und Fehlwürfe. Auch im Kollektiv fehlten die nötige Aggressivität in der Defensive und die Durchschlagskraft im Angriff. Torhüter Schneider hatte in dieser Phase kaum Möglichkeiten, sich auszuzeichnen.
Ein erstes Timeout nach sechs Minuten (1:7) mit personellen Anpassungen und ein zweites nach 15 Minuten (5:14) mit der Umstellung auf eine 5:1-Verteidigung brachten schliesslich eine Wende im Spiel.
Bühler und die Reaktion der HSG
Mit den Anpassungen fand Baden-Endingen zunehmend besser in die Partie. Bühler kam nun auf Touren und zeigte mit mehreren sehenswerten Treffern, welches Potenzial in ihm steckt. Auch die Defensive bekam mehr Zugriff auf die Emmener Angriffe, und Schneider konnte sich nun vermehrt mit Paraden auszeichnen.
Bis zur Pause verkürzten die Aargauer auf 15:21. Der Rückstand blieb zwar deutlich, doch das Heimteam war nun im Spiel und bereit, die Aufholjagd in der zweiten Hälfte fortzusetzen.
Der Start nach dem Seitenwechsel gelang deutlich besser. Bereits nach drei Minuten verkürzte Baden-Endingen auf 18:22. Sehic versuchte mit viel Emotionen, sein Team mitzureissen, und die Defensive agierte nun deutlich aggressiver. Die Emmener wurden immer wieder vor Probleme gestellt.
In dieser Phase wäre ein noch engeres Resultat möglich gewesen, doch technische Fehler und ungenaue Abschlüsse verhinderten den weiteren Anschluss. Auf der Gegenseite war Sluijters mit acht Treffern eine zentrale Figur, der mit seiner Dynamik und Übersicht auch seine Mitspieler – insbesondere Hochuli (11 Tore) – immer wieder gekonnt in Szene setzte.
Aufholjagd bis auf drei Tore, dann setzt sich Emmen ab
Trotzdem gelang es Baden-Endingen, sich weiter heranzukämpfen. In der 47. Minute verkürzte Zuber auf 27:30 und brachte die HSG bis auf drei Tore heran. Die Aufholjagd war geglückt und das Spiel wieder offen. In den letzten zehn Minuten machten sich jedoch erneut Eigenfehler bemerkbar, die ein weiteres Aufschliessen verhinderten. Die Emmener nutzten diese Phase konsequent und bauten ihren Vorsprung wieder aus.
Das Schlussresultat von 32:41 fällt deutlich aus. Abgesehen von der verschlafenen Startviertelstunde zeigte Baden-Endingen jedoch vor und nach der Pause über rund 30 Minuten eine sehr ansprechende Leistung und agierte phasenweise auf Augenhöhe mit dem Leader. In der Schlussphase drückte Emmen dem Spiel aber nochmals klar seinen Stempel auf und sicherte sich verdient die zwei Punkte.
Pascal Bühler, der nach schwierigem Beginn stark aufspielte, wurde mit acht Treffern zum Best Player auf Seiten von Baden-Endingen gewählt.
Die HSG Baden-Endingen rutscht damit auf Rang sieben ab. In der Schlussphase der Meisterschaft bleibt dennoch vieles möglich. Die nächste Gelegenheit bietet sich am 11. April auswärts in Stans.










