Baden: Baden-Endingen trifft auf ambitionierten Aufsteiger
Die HSG Baden-Endingen gastiert am Samstag, 12. September 2026, beim HC Arbon TG. Nach dem 46:28-Sieg gegen Steffisburg wartet eine deutlich härtere Aufgabe.

Die HSG Baden-Endingen reist mit Rückenwind in die Ostschweiz. Nach dem deutlichen 46:28-Heimsieg gegen Steffisburg wartet am Samstag beim HC Arbon allerdings eine wesentlich anspruchsvollere Aufgabe. Gegen den ambitionierten Aufsteiger wird sich zeigen, wie stabil der Aufwärtstrend von Baden-Endingen tatsächlich ist.
Der erste Sieg soll Sicherheit geben
Nach dem missglückten Saisonauftakt gegen die Kadetten Espoirs hat die HSG Baden-Endingen am vergangenen Samstag die gewünschte Reaktion gezeigt. Gegen Steffisburg überzeugten die Aargauer mit viel Tempo, 46 erzielten Treffern und einem letztlich ungefährdeten Sieg. Die ersten Punkte sind damit im Trockenen – und vor allem dürfte der deutliche Erfolg zusätzliches Selbstvertrauen gebracht haben.
Nun gilt es, diese Leistung zu bestätigen. Denn die Partie in Arbon dürfte Baden-Endingen deutlich mehr abverlangen. Gefordert sind nicht nur spielerische Qualitäten, sondern von der ersten Minute an auch Einsatzbereitschaft, Konsequenz und Zweikampfstärke.
Dabei hat Baden-Endingen durchaus Argumente, um dem Aufsteiger Paroli zu bieten. Das Team kann viel Tempo entwickeln und verfügt über genügend offensive Qualität, um eine gegnerische Abwehr über verschiedene Positionen unter Druck zu setzen. Gegen Steffisburg zeigte sich zudem, wie gefährlich Baden-Endingen wird, wenn Ballgewinne konsequent in schnelle Angriffe umgemünzt werden.


Arbon ist kein gewöhnlicher Aufsteiger
Der HC Arbon kehrte nach nur einer Saison in der 1. Liga direkt in die Nationalliga B zurück. Dass die Ostschweizer für die höhere Liga gerüstet sind, deutete sich bereits im Frühling an. In den Aufstiegsspielen gegen die Celtics EhrenEndingen und die HSG Siggenthal/Baden-Endingen präsentierte sich Arbon als physisch starke und gut organisierte Mannschaft.
Für die neue Saison wurde das Kader zusätzlich verstärkt. Trainer Gangl kann mit Justin Kürsteiner, Tim Dittert, Niklas Schiller und Thierry Gasser auf mehrere Akteure mit Erfahrung aus höheren Ligen zählen. Besonders prominent ist der Zuzug des österreichischen Routiniers Zivkovic, der 82 Länderspiele absolviert hat.
Auch auf der Torhüterposition hat Arbon nachgelegt. Mit dem Kroaten Simic, der aus Greifswald nach Arbon wechselte, sowie Grob aus Rheintal kamen neue Kräfte hinzu. Sportchef Severin Kaiser, der einst für den TV Endingen in der Nationalliga A spielte, hat damit ein Kader zusammengestellt, das sich möglichst rasch in der NLB etablieren will.
Baden-Endingen muss sich deshalb auf einen Gegner einstellen, der körperlich dagegenhält, Tempo machen kann und genügend Erfahrung besitzt, um Fehler konsequent zu bestrafen. Ein Selbstläufer wird die Reise an den Bodensee trotz des deutlichen Erfolgs vom vergangenen Wochenende keinesfalls.
Ein Gradmesser für den weiteren Weg
Für die HSG Baden-Endingen ist die Begegnung deshalb eine erste echte Standortbestimmung. Der 46:28-Sieg gegen Steffisburg war wichtig, doch in Arbon geht es darum, den nächsten Schritt zu machen. Die Aargauer müssen beweisen, dass sie ihre Leistung nicht nur gegen einen klar unterlegenen Gegner abrufen, sondern auch in einer engen und umkämpften Partie bestehen können.
Die Voraussetzungen für eine spannende Begegnung sind damit gegeben: Auf der einen Seite der ambitionierte Aufsteiger, der sich in der NLB etablieren will, auf der anderen Baden-Endingen, das nach dem ersten Saisonsieg beweisen möchte, dass der Aufwärtstrend nachhaltig ist.
Anpfiff in der Kybun-Halle in Arbon ist am Samstag, 12. September, um 18 Uhr.










