Baden AG: Sieben Nominierte kämpfen um den Performancepreis Schweiz
Am Sonntag, 15. November 2026, wird im Kunstraum Baden AG der Performancepreis Schweiz vergeben. Sieben Kunstschaffende zeigen dort ihre Performances live.

Am Sonntag, 15. November 2026, wird der diesjährige Performancepreis Schweiz in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Baden ausgetragen. Gastgeber ist das Aargauer Kuratorium. Sieben nominierte Kunstschaffende präsentieren aktuelle oder eigens für diesen Anlass entwickelte Performances – live, unmittelbar, einmalig.
Das Aargauer Kuratorium ist Gastgeber des diesjährigen Performancepreis Schweiz, der am 15. November 2026 in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Baden ausgetragen wird. Der seit 2011 jährlich national ausgeschriebene Wettbewerb richtet sich an Kunstschaffende oder Kollektive, die sich durch Ausbildung, Arbeitsweise oder Präsentationspraxis in der Performance Kunst verorten.
Auf Grundlage der Aufführungen der sieben nominierten Kunstschaffenden vergibt die Jury den mit 30'000 Franken dotierten Performancepreis Schweiz. Zusätzlich kürt das Publikum seinen Publikumsliebling und verleiht den in diesem Jahr von der Stadt Baden gestifteten Publikumspreis im Wert von 5'000 Franken.
Austragungen und Nominierte 2026
Aus über 100 Eingaben hat die fünfköpfige Jury sieben Kunstschaffende nominiert. Ihre Ansätze eröffnen ein breites Spektrum performativer Strategien und zeigen, wie vielfältig sich Performancekunst heute auf Vergangenheit und Gegenwart beziehen kann.
Emma Bertuchoz (Kanton Jura/Zürich) nutzt künstliche Hindernisse wie Schuhe und Prothesen, um neue Vorstellungen vom menschlichen Körper zu entwickeln und Geschichten über Intimität und Freundschaft zu erzählen.
Marlène Charpentié (Kanton Genf) erschafft bewegte Tableaus, die von barocker Ästhetik, vielschichtiger Symbolik und düsterer Atmosphäre geprägt sind.
Johannes Dullin (Kanton Bern) verbindet absurden Humor und feine Selbstironie mit einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Menschsein und entwickelt so die Vielseitigkeit der experimentellen Komik konsequent weiter.
Josh Elliott Johnson (Kanton Zürich) erforscht den Raum zwischen postzeitgenössischem Tanz und Virtuosität und sucht nach neuen Partituren, beispielsweise in Popsongs.
Monica Klingler (Kanton Zürich) stellt die Begegnung zwischen ihrem Körper und dem Moment, dem Ort und den Umständen ins Zentrum ihrer Praxis und setzt ein Zulassen anstelle des Tuns.
New Kyd (Kanton Zürich) entwickelt kollagenartige Erzählungen ausgehend vom Übernatürlichen und von afrikanischen Kosmologien, um Isolation und Widerstand im zeitgenössischen urbanen Leben zu erkunden.
Tyra Wigg (Kanton Basel-Stadt) geht von einem Hintergrund in Massagetherapie und Care-Arbeit aus, um unterstützende Beziehungen ins Zentrum ihrer Arbeit zu stellen.
Jury
Die fünfköpfige Jury setzt sich zusammen aus Anne Davier (Freie Kuratorin, Genf), Séverine Fromaigeat (Direktorin Museum Barbier-Müller, Genf), marce norbert hörler (Künstler, Appenzell Innerrhoden/Berlin), Juliette Uzor (Künstlerin, St. Gallen) und Patrizia Keller (Leiterin Kunstraum Baden).
Der Performancepreis Schweiz erhöht seit 15 Jahren die Sichtbarkeit der Schweizer Performancekunst, zeigt ihre Vielfalt und Qualität, stärkt ihre Anerkennung und zeichnet sie aus. Der Performancepreis Schweiz ist eine partnerschaftliche Förderinitiative der Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Luzern, St. Gallen, Zürich und der Stadt Genf.
Performancepreis Schweiz 2026: Sonntag, 15. November 2026, 11–18 Uhr, Kunstraum Baden.
Programm:
11.00 Uhr Eröffnung und Begrüssung
11.30 Uhr Emma Bertuchoz, Swans for Play
12.15 Uhr Marlène Charpentié, Whip My ass Baby the Butterflies are Falling
13.00 Uhr Josh Elliott Johnson, The Stranger
14.15 Uhr Tyra Wigg, PERFORMANCE
15.15 Uhr New Kyd, Chanson Noire: The Tale of Pomegranates
16.15 Uhr Monica Klingler, of earth
17.00 Uhr Johannes Dullin, Die Realität ist müde geworden
17.30 Uhr Apéro










