Baden AG: 580 Quadratmeter Asphalt verschwinden vom Kirchplatz
Der Kirchplatz in Baden AG wird zur Schwammstadt. Ende Oktober 2026 beginnen die Bauarbeiten für mehr Grün, neue Bäume, einen Brunnen und Sitzbänke.

Auf der stadteigenen Parzelle wird der Kirchplatz Baden zur Schwammstadt und als attraktiver Aufenthaltsort aufgewertet. Grosse Baumgruben, mehr Grün und entsiegelte Flächen schaffen Raum für Regenwasser, während Sitzbänke und ein Brunnen zum Verweilen einladen.
Nach Abschluss des zweijährigen Fernwärmeausbaus nutzt die Stadt die Gelegenheit, den Kirchplatz gestalterisch und funktional aufzuwerten. Eine umfassende Neugestaltung des gesamten Platzes ist erst in rund zehn Jahren vorgesehen. Der heute stark asphaltierte Stadtraum erhält deshalb bereits jetzt gezielte klimaangepasste Massnahmen. Die Bauarbeiten beginnen Ende Oktober 2026.
Mehr Grün, mehr Wasser, mehr Aufenthaltsqualität
Bei der Gestaltung des Kirchplatzes setzt die Stadt konsequent auf das Schwammstadt-Prinzip. Das Dachwasser wird von der Kanalisation abgekoppelt und in begrünte Versickerungsmulden geleitet. Das Wasser versickert vor Ort und wird im wasserspeichernden Baumsubstrat zurückgehalten, sodass es auch während trockener Perioden den Bäumen und der Vegetation zur Verfügung steht.
Insgesamt werden 580 Quadratmeter Asphalt entsiegelt. Ein Grossteil der Flächen wird zu Grünflächen, Baumunterpflanzungen und begrünten Versickerungsmulden umgestaltet. Ein alter, pilzbefallener und absterbender Baum wird durch einen neuen ersetzt.
Zusätzlich pflanzt die Stadt vier weitere Bäume, die mehr Schatten spenden und das Umfeld durch natürliche Verdunstung kühlen. Die verbleibenden Platzflächen erhalten eine hellere und wasserdurchlässige Oberfläche, die weniger Wärme speichert und zur Kühlung des Platzes beiträgt.
Verweilen mit Blick auf die Ortsgeschichte
Ein Brunnen sowie neue Sitzgelegenheiten schaffen zusätzliche Aufenthaltsqualität. Bei der Möblierung setzt die Stadt auf die Wiederverwendung bestehender Sitzbänke und weiterer Elemente.
Durch die Gestaltung wird auch die Geschichte des Ortes wieder sichtbar. Wiederverwendete Natursteine vom Cordulaplatz markieren an der Oberfläche den Verlauf der Mauerreste des ehemaligen Agnesenspitals.
Mit Blick auf die Badenfahrt 2027 erfolgt die definitive Bepflanzung zusammen mit der Ausstattung im Herbst nach der Badenfahrt.
Unterstützung für das Projekt
Das Projekt wird finanziell durch das Förderprogramm Adapt+ des Bundes und der Mobiliar Genossenschaft unterstützt. Die katholische Kirchgemeinde beteiligt sich ebenfalls am Projekt und leistet mit einem Baumsponsoring einen Beitrag zur Pflanzung der neuen Bäume.










