Die 4.-Liga-Equipe des FC Heiden startet am 1. April 2022 auswärts bei den Montlinger Reserven in die Rückrunde. Es soll eine erfolgreiche Halbsaison werden.
Der FC Heiden hält zusammen. - Heiden
Der FC Heiden hält zusammen. - Heiden - Lukas Alder

Heiden-Trainer Yusuf Koru blickt auf eine schwierige Vorrunde zurück, über die der dritte Rang nicht hinwegtäuschen kann. «Gefühlt 30 verschiedene Spieler» habe er im Einsatz gehabt, so der 40-Jährige, der seit etwas mehr als einem Jahr der Chef an Heidens Seitlinie ist. Was nach einem grossen Kader klingt, spiegelt in Wahrheit die Personalengpässe in der ersten Saisonhälfte nieder.

So brachten Verletzungen, Sperren und sonstige Absenzen nur eine mässige Konstanz in das Team, in dem sich je nach Spieltag auch Nachwuchsspieler, Akteure der zweiten Mannschaften oder gar jene der Senioren fanden. Dennoch verlief die Saison sportlich bislang durchwegs positiv – davon zeugen Rang drei und 17 Punkte aus neun Spielen. Kommt hinzu, dass es nur zwei Punkte Rückstand auf FC den Ruggell II sind, seines Zeichens Tabellenführer.

Mehr Breite und Qualitätszuwachs im Kader vom FC Heiden

Die Qualität also scheint vorhanden – doch ein Spitzenteam lebt auch von der Breite. Damit dies in der Rückrunde nicht zum Problem wird, haben die Vorderländer ihren Kader aufstocken müssen. «Unsere neuen Spieler haben sich super integriert und sind bereits nach kurzer Zeit fester Bestandteil des Teams», so Koru.

Die neuen bringen alle samt Erfahrung aus höheren Ligen mit. Nebst Eigengewächs Michael Müller, der vom FC Winkeln SG zurückkehrt, schnüren auch Lotrim Hajrullahu, Rijad Abazi (beide FC St. Margrethen), Fatih Yildirim (FC Viktoria Bregenz) und Goalie Cédric Tscherne (FC Rheineck) ihre Fussballschuhe neu auf der Gerbe. Zudem wurde mit Qendrim Kelmendi ein ehemaliger wieder reaktiviert, der laut Koru aber noch Zeit benötigt.

Etwas dauern dürfte es auch bei Kapitän Julian Bischoff und Stürmer Samuel Fessler (Koru: «Qualitativ gewichtige Absenzen»). Beide sind rekonvaleszent und dürften erst im Laufe der Rückrunde wieder ins Geschehen eingreifen können. Noch mehr Pech hatte Tristen Boog; er hat sich in der Vorbereitung verletzt und fällt für den Rest der Saison aus.

​​​​​​​Die Mannschaft des FC Heiden will es wissen

Jene Vorbereitung, in der nach Aussage des Trainers im Schnitt 16 bis 18 Spieler pro Trainingseinheit dabei waren, haben Koru und Co. genutzt und an verschiedenen Bereichen gearbeitet. Nebst der Kondition beinhalteten die Übungseinheiten auch spielerische und taktische Komponente.

So bestritten die Vorderländer zahlreiche Vorbereitungsspiele und zeigten dabei guten Fussball. Als Höhepunkte konnten dabei zwei Siege gegen die 3.-Liga-Spitzenteams FC Altstätten und SC Brühl II realisiert werden. Doch mehr als eine schöne Momentaufnahme ist dies nicht, wie der Trainer im Gespräch festhält. Entscheidend wird sein, wie sich seine Elf in der Rückrunde präsentieren wird.

«Die Mannschaft will», so der Trainer mit Blick Richtung Tabellenspitze – er selber formuliert sein Ziel etwas bescheidener. «Wir wollen unter den ersten drei bleiben», schiebt aber nach: «Aber natürlich würde ich mich über einen Aufstieg freuen!» Die Formel ist einfach wie logisch: Stimmen Qualität und Breite, wird Heiden bis zum Schluss ein ernst zu nehmender Anwärter auf die Tabellenspitze sein.

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