Mit 4:3 setzen sich die Sidewinders gegen Linth Masters erst im Penaltyschiessen, trotz zwischenzeitlich klarer Führung, durch.
Der Inline-Hockey-Club HC Sidewinders von Affoltern am Albis. - Affoltern am Albis
Der Inline-Hockey-Club HC Sidewinders von Affoltern am Albis. - Affoltern am Albis - Zvg

Die HC Sidewinders empfingen das Team aus Linth und setzten sich trotz klarer Überlegenheit erst im Penaltyschiessen mit 4:3 durch.

Die Sidewinders, welche ausnahmsweise wieder einmal mit dem Mindestbestand von zwei kompletten Blöcken antreten konnten, dominierten das Spiel fast über die gesamte Länge.

Doch die Freude über die zwei kompletten Blöcke währte nicht lange, denn ein scharf geschossener Puck wurde vom gegnerischen Goalie noch in den Anfangsminuten unglücklich abgelenkt und traf Patrick Stehrenberger mitten aufs Plexiglas, welches sogleich in der Mitte gespalten war.

Klare Führung für die Sidewinders

Unverletzt und mit dem Schrecken davongekommen, konnte das Spiel auch für ihn nach einer kurzen Materialauswechslung weitergeführt werden. Zu diesem Zeitpunkt wurde das Pressing der Sidewinders immer stärker und resultierte sogar in einer wunderschönen Kombination von Felix Scheuble und Jürg Schmid zum Zwei-Tore-Vorsprung – und zwar im Boxplay.

Der gegnerische Goalie äusserte seinen Unmut lautstark, und auch ein anderer bekannter Gegenspieler liess sich zu Äusserungen hinreissen, welchen den üblichen Dirttalk massiv Überschritt.

Die Sidies zeigten sich unbeeindruckt, drückten weiter und hätten Tor um Tor erzielen müssen. Doch sie scheiterten an sich selber, dem gegnerischen Goalie, der Torumrandung oder an der Pausensirene, welches ein abgelenktes Traumtor von Nabil El Nadeim nicht mehr zählen liess.

HC Sidewinders gibt Spiel trotz klarer Überlegenheit aus der Hand

Hätten die Affoltemer so weitergespielt, ein klarer Sieg wäre nie gefährdet gewesen. Doch die Linthner Masters strotzen auch dem Namen nach von Erfahrung, und die Erfahrenen Wissen, dass ein Inlinespiel 50 Minuten dauert. Und als die Kräfte bei den Sidies anfingen nachzulassen, genügten diesen Erfahrenen gute fünf Minuten um das Spiel auszugleichen.

Und als wäre dem nicht genug gewesen, erzielten sie sogar noch kurz vor Schluss das vermeintliche Siegestor. Fast alle wollten die Scheibe im Tor gesehen haben, doch der Schiedsrichter entschied auf Pfostenschuss und gab das Tor nicht.

Glückliches Ende für die Sidewinders im Penaltyschiessen

Die Affoltemer retteten sich mit einem blauen Auge in die Verlängerung von einem Spiel, dass sie ungefährdet hätten gewinnen müssen. Und in der Verlängerung passierte es schon wieder, ein satter Schuss der Linthner fiel von der Latte nach unten, doch auch dieses «Wembley-Tor» zählte diesmal zu Recht nicht.

Schlussendlich kam es zum Penaltyschiessen, in dem die Schützen Nabil El Nadeim und Patrick Berchtold erfolgreich waren und den ersten Sieg im Penaltyschiessen nach gefühlten 100 Jahren erzwangen.

Torschützen HCS

11:15 Patrick Berchtold (Felix Scheuble), 13:04 Jürg Schmid (Felix Scheuble), 18:46 Jürg Schmid (Felix Scheuble, Armando Amoros Lozano) 55:00

Torschützen Penalty: Nabil El Nadeim, Patrick Berchtold

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