FC Wettswil-Bonstetten dreht Partie und siegt verdient
Der FC Wettswil-Bonstetten dreht gegen FC Collina d’Oro einen frühen Rückstand, gewinnt 3:2 und setzt sich in der Spitzengruppe fest.

Wie der FC Wettswil-Bonstetten mitteilt, startete der FCWB am Samstag, 28. Februar 2026, nachdem vor acht Tagen das Auftaktspiel gegen Freienbach dem Regenwetter zum Opfer fiel, eine Woche später als sein Mitstreiter in die Meisterschaft. Ihm gegenüber stand der FC Collina d’Oro, der nach seinem Startsieg gegen Schaffhausen mit breiter Brust ins Säuliamt reiste.
Collina d'Oro legt früh vor
Die Platzherren starteten fulminant, bereits nach 40 Sekunden zischte ein Schuss von Marc Figueiredo knapp über den Querbalken der Tessiner. Diese zeigten sich allerdings unbeeindruckt und gelangten Minuten später zur Führung.
Einem Querpass in seinem Strafraum vermochte WB nicht Herr zu werden und Simone Piazza nutzte die Gunst des Moments zur Gästeführung. WB erschrak, vermochte jedoch bärenstark zu reagieren. Fortan dominierten die Ämtler das Geschehen.
Immer wieder sorgte Figueiredo auf der linken Aussenbahn für Gefahrenmomente. So auch nach einer Viertelstunde. Gabriel Di Battista vermochte den gefühlvollen Flankenball äusserst knapp nicht zum 1:1 zu veredeln, sondern traf lediglich die Unterkante der Latte.
Freistoss-Kracher und eiskalte Effizienz
Zehn Minuten später klappte es besser, als WB nach einem Foul an Veljko Vukasinovic an der Strafraumgrenze einen Freistoss zugesprochen erhielt. Die Tessiner bastelten eine Abwehrmauer, auch mit einem liegenden Spieler. Umsonst.
Janick Hager hämmerte den Ball mit beeindruckender Überzeugung ins hohe Eck. «Ich fühlte mich sehr gut für die Ausführung und habe mir den Ball einfach als Erster geschnappt», gab der Schütze nach der Partie lachend Auskunft.
WB powerte weiter und kam zu weiteren Gelegenheiten. Kurz vor der Pause übertrieben es die Gäste mit dem Kurzpassspiel im eigenen Sechzehner – WB luchste ihnen den Ball ab. Zuerst scheiterte Di Battista mit seinem Abschluss an Torsteher Miodrag Mitrovic, den Abpraller verwertete Vukasinovic gekonnt zum 2:1.
Offensivdrang trotz spätem Zittern
Auch nach Wiederanpfiff spielte der Gastgeber ambitioniert nach vorne. Die Tessiner waren derart mit Verteidigungsarbeit beschäftigt, dass sie den gegnerischen Strafraum nur noch vom Hörensagen her kannten.
Nach einer Stunde bediente Vukasinovic mit einem Zuckerpass durch die Mitte Captain Flavio Peter, der staubtrocken zum 3:1 vollendete. Nur wenig später tauchte Vukasinovic selbst vor Schlussmann Mitrovic auf, umkurvte diesen gekonnt, verpasste aber überhastet aus spitzem Winkel den sicher geglaubten Treffer.
Statt der endgültigen Vorentscheidung blieb es spannend. Umso mehr, als Collina d’Oro einen Fehlpass im WB-Spielaufbau eiskalt wie auch sehenswert mit dem 2:3-Anschlusstor bestrafte.
Rote Karte bricht den Tessinern das Genick
Es folgte eine Phase, in der sich die Rotschwarzen verunsichert zeigten und damit die Gäste in ihren aufkeimenden Hoffnungen bestärkten. Tatsächlich schnupperte Collina d’Oro nach einem fulminanten Angriff noch am Ausgleich.
Auf der Gegenseite wusste sich der bereits verwarnte Mitrovic weit aus seinem Tor herauseilend gegen Jak Mesto nur mit einem Notbremsefoul zu wehren, was die direkte Rote Karte bedeutete. Nach dem Platzverweis versuchten die Tessiner zu zehnt ihr Glück.
Ihr Stecker war jedoch definitiv gezogen. WB verpasste noch einen weiteren Treffer, konnte sich schliesslich aber hoch verdient über das Punktetrio freuen, welches den Anschluss zu den top Rängen gewährleistete.
Gelungene Premiere des Jungtrainers
WB-Captain Flavio Peter, dem sein neunter Saisontreffer glückte, meinte: «Fürs erste Spiel war das schon recht gut. Wir hatten alles im Griff, hätten den Deckel aber schon früher zumachen müssen.»
Der neue WB-Trainer Hesam Mirzai – Nachfolger von Stephan Lichtsteiner, der zum FC Basel wechselte – zeigte sich erfreut: «Wir gerieten aus dem Nichts heraus in Rückstand, konnten das Spiel aber dank einer hervorragenden ersten Hälfte drehen.» Und er fügte hinzu: «Gegen ein Tessiner Team ist das bekanntlich nicht so einfach.»
Die Frage, wo er noch Verbesserungspotenzial sehe, beantwortete er postwendend: «Nach dem 3:1 müssten wir nochmals zuschlagen. Durch den unnötigen Gegentreffer verliehen wir den eigentlich bereits geschlagenen Tessinern neue Kräfte.» Abschliessend resümierte der 31-jährige Mirzai: «Das war eine starke Leistung, Gratulation dem gesamten Team.»
Mit seinem Sieg behauptete der FC Wettswil-Bonstetten den vierten Rang. Bereits am Mittwochabend, 4. März 2026, kann er mit einem Erfolg im Nachtragsmatch in Freienbach das vor ihm liegende Taverne überholen und den Rückstand auf den zweitplatzierten FC Tuggen auf einen Punkt minimieren.










