Wie die Gemeinde Rüschlikon berichtet, soll nun heizen und kühlen mit erneuerbarer Energie aus dem Zürichsee möglich sein.
Die Gemeindeverwaltung in Rüschlikon.
Die Gemeindeverwaltung in Rüschlikon. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Häuser heizen und kühlen mit erneuerbarer Energie aus dem Zürichsee: Diese sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvolle Versorgungslösung soll in Rüschlikon ab dem Jahr 2025 möglich sein mit dem Projekt «Kranich».

Die Entwicklung des geplanten Seewasser-Wärmeverbundes, über die wir bereits in einer früheren Ausgabe berichtet haben, schreitet planmässig voran.

Nachdem die Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2018 positiv ausgefallen war, wird nun in Zusammenarbeit mit Experten aus dem Energie- und Anlagenbau ein Vorprojekt erarbeitet, in dessen Zuge den Hauseigentümern der Gemeinde eine Umfrage verschickt wurde.

Der Energieausschuss des Gemeinderates, unter anderem bestehend aus Gemeinderätin Romaine Marti, Gemeindepräsident Bernhard Elsener und Gemeinderat Urs Keim, durfte viele Rückmeldungen entgegennehmen und dankt allen Teilnehmenden für ihr grosses Engagement.

Für welche Häuser und mit welcher Zwischenlösung

Der grosse Rücklauf der Umfrage und die hohe Qualität der Antworten haben die Planungssicherheit erhöht und werden wesentlich zum Fortschritt des Projektes beitragen. Realistisch ist, dass das Projekt im Jahre 2023 der Stimmbevölkerung vorgelegt wird. Die Realisierung ist für 2024 geplant.

Kommt meine Liegenschaft in Frage für die Versorgung mit dem Seewasser-Wärmeverbund? Und was kann ich tun, wenn ich schon vorher zwingend meine Heizung austauschen muss?

Das waren die häufigsten Fragen aus der Umfrage. Eigentümer, deren Liegenschaft im noch zu definierenden Anschlussperimeter liegt, werden zu gegebener Zeit automatisch kontaktiert. Der zuständige Betreiber wird diesen dann ein entsprechendes Angebot (Preis pro Einheit Energie) unterbreiten.

Der Anschluss der ersten Verbraucher an den Seewasser-Wärmeverbund ist für das Jahr 2025 geplant. Muss eine Heizung vorher ersetzt werden, ist eine Übergangslösung zu prüfen. Geeignet dazu ist eine mobile Heizzentrale. Nach dem Anschluss an den Seewasser-Wärmeverbund kann die Übergangslösung wieder entfernt werden.

Mehr zum Thema:

Energie