Der FC Aarau verliert das Heimspiel gegen die effizienten Berner Oberländer nach zwei Gegentreffern in der zweiten Halbzeit.
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FC Aarau - Nau.ch

Der FC Aarau muss zum ersten Mal seit knapp zwei Monaten wieder als Verlierer vom Spielfeld - 0:2-Niederlage zu Hause gegen den FC Thun.

Die Einheimischen waren zwar über weite Strecken des Abends spielbestimmend, doch viele zwingende Chancen ergaben sich dadurch vor allem im ersten Durchgang nicht. Eigentlich gab es nur zwei Aufreger vor dem Pausenpfiff, jeweils mit Beteiligung von Aarau-Torhüter Simon Enzler.

Einmal musste er ausserhalb seines Sechzehners zu einem Foulspiel gegen Omer Dzonlagic greifen, was mit einer Verwarnung geahndet wurde (11.). Beim anschliessenden Freistoss, getreten durch den zuvor gefoulten Akteur, packte Enzler mühelos zu.

Im Laufe der ersten Halbzeit schnappte sich der Aarauer Stammgoalie auch den Uraltrekord von Andreas «Hausi» Hilfiker, welcher einst im Meisterjahr 1993 während 516 Minuten ohne Gegentreffer geblieben war. Zum Vergleich: Enzler sollte es am Ende auf 557 Minuten bringen.

Zwei Grosschancen nach Seitenwechsel

Im stimmungsvollen Brügglifeld waren auch bis zum Pausentee noch keine Torerfolge zu notieren, weil die Versuche von Kevin Spadanuda (15.) und Gabriel Kyeremateng (23./43.) jeweils am Kasten vorbeiflogen. Ausserdem sahen Marco Thaler und Silvan Schwegler ihre Abschlussversuche nach einem Corner von der massiven Defensivreihe der Thuner abgeblockt (31.).

Nach dem Seitenwechsel kam der FCA gleich zu zwei Grosschancen: Zuerst scheiterte Léon Bergsma (nach einem schönen Zusammenspiel von Randy Schneider und Spadanuda) aus kürzester Distanz an Keeper Nino Ziswiler (53.). Und wenig später schoss Schneider – von Mickaël Almeida in den freien Raum lanciert – freistehend von rechtsaussen am entfernten Pfosten vorbei (54.).

Da passte es zum unglücklich verlaufenden Abend, dass der Unparteiische nach einem klaren Foulspiel von Marco Bürki im Zweikampf gegen Raoul Giger nicht auf den Elfmeterpunkt zeigte.

Wenig konsequentes Eingreifen der Aarauer

Am Ende sorgte einmal mehr die Effizienz für den Unterschied, weil die Thuner ihre raren Abschlussmöglichkeiten im zweiten Umgang eiskalt verwerteten. Zuerst profitierten sie von einem ausnahmsweise zu wenig konsequenten Eingreifen der Aarauer Abwehr, woraufhin Daniel Dos Santos frei vor Goalie Enzler zur Gästeführung einnetzte (67.) – und so auch dessen lange Serie der Unbezwungenheit beendete.

Nur zehn Minuten später traf Saleh Chihadeh (ebenfalls erst kurz zuvor eingewechselt) vom Elfmeterpunkt zur Vorentscheidung, nachdem Nikki Havenaar zuvor (bei einem Corner) im Infight mit Marco Thaler zu Boden gegangen war.

Die Lokalmatadoren versuchten zwar nochmals zu reagieren, doch war es bezeichnend, dass schliesslich auch der Flachschuss von Bastien Conus am Pfosten abprallte (89.).

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