Aarau: Steuerfuss bleibt bei 96 Prozent – Budget mit Minus
Die Stadt Aarau AG rechnet für 2027 mit einem Minus von 4,8 Millionen Franken. Der Steuerfuss bleibt bei 96 Prozent, die Schuldenbremse wird eingehalten.

Das Budget 2027 und die Planwerte im Politikplan 2027–2031 basieren auf einem unveränderten Steuerfuss von 96 Prozent.
Das Gesamtergebnis im Budget 2027 beträgt minus 4,8 Mio. Franken bei einer Selbstfinanzierung von 13,6 Mio. Franken und mutmasslichen Nettoinvestitionen von 15,4 Mio. Franken.
Politikplan
Im aktualisierten Politikplan wird über die gesamte Planperiode mit einem unveränderten Steuerfuss von 96 Prozent gerechnet. Der Politikplan zeigt auf, dass die Vorgaben der Schuldenbremse sowohl beim Eigenkapital als auch bei der Schuldenquote eingehalten werden können. Die Einhaltung der Vorgaben bei der Schuldenquote hängt hauptsächlich von der Realisierung der geplanten Investitionsprojekte ab.
Bei den Prognosen wird damit gerechnet, dass noch bis und mit dem Jahr 2029 Aufwandüberschüsse zu verzeichnen sind. Gegenüber dem Vorjahr zeigt sich eine deutlich bessere Ausgangslage. Die Steuererträge sind dem Niveau des Rechnungsjahrs 2025 angepasst und berücksichtigten die Prognosen des Kantonalen Steueramts sowie Mehrerträge aufgrund des bisher tendenziell überdurchschnittlichen Wachstums in Aarau und der Wohnüberbauung Torfeld Süd.
Die geplanten Nettoinvestitionen liegen in den Jahren 2026 bis 2031 um rund 21 Mio. Franken tiefer als im 2025 vorgelegten Politikplan. Die mutmasslichen Nettoinvestitionen (60 Prozent der geplanten Investitionen) be- Vorjahr die Projekte zeitlich verschoben haben. Von den erwarteten Gesamtkosten von 149 Mio. Franken fallen 39 Mio. Franken in die Planperiode.
Die restlichen 110 Mio. Franken fallen ausserhalb der Planperiode ab 2032 an. Somit fallen im Vorjahresvergleich 30 Mio. Franken weniger in die Planperiode.
Die Selbstfinanzierung dürfte sich in der Planperiode in der Grössenordnung zwischen 14 und 21 Mio. Franken bewegen.
Wie jedes Jahr bestehen bei mittelund langfristigen Prognosen erhebliche Unsicherheiten. Diese sind nach wie vor durch die konjunkturelle Entwicklung und die Realisierung der geplanten Investitionsvorhaben begründet. Ob der Vermögensabbau im prognostizierten Umfang stattfindet, hängt hauptsächlich von diesen beiden Faktoren ab.
Budget 2027
Die Steuererträge sind im Budget 2027 gemäss den Prognosen des Kantons auf Basis des Rechnungsjahrs 2025 eingerechnet, zuzüglich Mehrerträgen von 1,5 Mio. Franken. Die budgetierten Mehrerträge aller Steuerarten gegenüber dem Budget 2026 belaufen sich auf 6,6 Mio. Franken. Das Budget basiert auf einem gleichbleibenden Steuerfuss von 96 Prozent.
Der grösste Teil der Kostensteigerungen entfällt auf die Abschreibungen, die infolge des Abschlusses grösserer Investitionsvorhaben zunehmen.
Weitere Mehraufwendungen entstehen bei der Pflegefinanzierung sowie der städtischen Informatik. Diese drei Bereiche verursachen zusätzliche Kosten von rund 2,9 Mio. Franken. Zudem hat der Einwohnerrat an seiner Sitzung vom 23. Februar 2026 den «Städtischen Energie- und Klimakredit III» (SEK III) genehmigt.
Nach Berücksichtigung des wegfallenden SEK II resultieren daraus Mehrkosten von rund 0,4 Mio. Franken. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist die Schule Aarau: Der bisherige städtische Beitrag an die Kreisschule Aarau-Buchs entfällt aufgrund der Auflösung der KSAB per Regierungsratsbeschluss vom 1. Juli 2026. Die Aufwendungen und Erträge der neuen Schule Aarau werden ab dem Budget 2027 im Bereich Bildung ausgewiesen.
Das Budget rechnet mit einem Gesamtergebnis von minus 4,8 Mio. Franken.
Im Jahr 2027 plant die Einwohnergemeinde, ohne Spezialfinanzierungen, Nettoinvestitionen von 25,6 Mio. Franken und rechnet damit, dass davon rund 60 Prozent (15,4 Mio. Franken) realisiert werden können. Das Schwergewicht der Investitionen liegt im Jahr 2027 unter anderem bei der Projektierung von Oberstufenschulraum, der Realisierung des Zusammenschlusses Aarau und Unterentfelden sowie dem Aktionsplan Klimaanpassung und den Digitalisierungsprojekten 2027.
Die Selbstfinanzierung liegt bei 13,6 Mio. Franken. Der Finanzierungsfehlbetrag bei mutmasslichen Nettoinvestitionen von 15,4 Mio. Franken liegt bei 1,7 Mio. Franken.










