ZKB schüttet Rekordesumme an Kanton und Gemeinden aus
Die Gewinne bei der Zürcher Kantonalbank (ZKB) sprudelten auch 2025 kräftig, wovon nicht zuletzt auch der Kanton profitiert. Für 2026 zeigt sich die Bank ebenfalls optimistisch, auch wenn es noch einige Herausforderungen gibt.

Die ZKB hat 2025 einen Gewinn von 1,24 Milliarden Franken eingefahren, das sind deutliche 10,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Ohne die OECD-Steuer, die vollständig an den Kanton fliesst, und welche die Dividendenzahlung abgelöst hat, ergab sich sogar ein Rekordgewinn von 1,35 Milliarden Franken.
Auch der Kanton Zürich und die Gemeinden können vom guten Ergebnis profitieren. Sie erhalten 19 Millionen Franken mehr als im Vorjahr. Insgesamt wird die Bank 581 Millionen Franken abführen – und damit so viel wie noch nie.
Mit Blick auf das kommende Jahr zeigte sich Finanzchef Martin Bardenhewer an der Bilanzmedienkonferenz vorsichtig optimistisch. Da der Gewinn 2025 durch den Verkauf der österreichischen Tochtergesellschaft und geringere Rückstellungen mit knapp 90 Millionen Franken positiv beeinflusst wurde, sei die Hürde jedoch recht hoch.
«Diese müssen wir im neuen Jahr erst einmal erwirtschaften», sagte er in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur AWP. «Ich gehe jedoch davon aus, dass wir insgesamt ein gutes Jahr haben werden.»
Profitieren will die Bank insbesondere von ihrem breit aufgestellten Geschäftsmodell. So entfiel nur noch die Hälfte des Geschäftserfolgs auf das traditionelle Bankgeschäft mit Zinsen.
Denn gerade die Nullzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) wird auch im laufenden Jahr eine Herausforderung sein. Bekanntlich hatte die SNB den Leitzins Mitte 2025 auf null gesetzt. Dies dürfte den Prognosen der Bank zufolge auch noch länger der Fall sein. Nichtsdestotrotz konnte die ZKB den Erfolg aus dem zentralen Zinsengeschäft 2025 in etwa auf dem Vorjahresniveau halten.
Unterstützung gab es von den anderen beiden grossen Ertragspfeilern. So stieg der Erfolg aus dem Geschäft mit Kommissionen und Dienstleistungen um 5,7 Prozent auf 1,08 Milliarden Franken an. Dabei habe vor allem der Kommissionsertrag aus dem Wertschriften- und Anlagegeschäft massgeblich zum Plus beigetragen, hiess es.
Das kleinere Handelsgeschäft wuchs sogar um knapp ein Viertel auf 427 Millionen Franken. Insgesamt konnte der Geschäftsertrag damit um 4,0 Prozent auf 3,21 Milliarden Franken gesteigert werden.
Laut ZKB-Chef Urs Baumann hat sich der Wettbewerb seit dem Untergang der Credit Suisse deutlich verschärft. So hätten viele Banken gleich ganze Teams von der ehemaligen CS übernommen, die nun auf der Suche nach Kunden sind.
Zudem machten sich gleich mehrere andere Kantonalbanken auch im Kanton Zürich breit und würden um die Kunden der ZKB werben. Hinzu kämen noch zahlreiche ausländische Banken. Baumann sieht sein Unternehmen dennoch gut für den Wettbewerb gerüstet. So habe die Bank stark in Know-how und Technologien investiert.
Auch gelte die ZKB seinen Ausführungen zufolge im Kanton Zürich noch immer als eine der vertrauenswürdigsten Banken. Der Marktanteil liege mit rund 50 Prozent im Kanton nach wie vor auf einem hohen Niveau.










