«Washington Post»-Herausgeber tritt zurück
Nach massiven Entlassungen bei der «Washington Post» kündigt Herausgeber und CEO Will Lewis seinen Rücktritt an.

Der Herausgeber und CEO der «Washington Post», Will Lewis, hat seinen Rücktritt erklärt. Er gab dies drei Tage nach einer grossen Entlassungsrunde bekannt.
Laut der «Associated Press» teilte Lewis mit, dass er nach zwei Jahren des Wandels zurücktreten werde. Er erklärte, nun sei der richtige Zeitpunkt, das Amt des Herausgebers niederzulegen.
Lewis war seit Anfang 2024 in der Führung des traditionsreichen US-Zeitungshauses tätig. Diese Zeit war von internen Umstrukturierungen und Kritik begleitet.
Führungswechsel bei der «Washington Post» nach massiven Personalabbau
Kurz zuvor hatte die Redaktion laut «CBS News» rund ein Drittel ihrer Belegschaft entlassen. Dies gilt als eine der grössten Personalabbauwellen in der Geschichte der Zeitung.
Der Rücktritt erfolgt nur wenige Tage, nachdem die Belegschaft von massiven Kürzungen betroffen war. Dazu gehörten die Auflösung der Sport- und Fotoredaktion sowie Einschnitte in der Auslandsberichterstattung.
Als kommissarischer Herausgeber und CEO ist nun Jeff D’Onofrio laut «NBC News» benannt worden, wie aus Mitteilungen der Zeitung hervorgeht. D’Onofrio war zuvor Finanzchef der «Washington Post» und bringt Erfahrung aus verschiedenen Medien- und Technologieunternehmen mit.
Herausgeber tritt zurück nach Entlassungen und Krise
Viele Beobachter sehen laut «PBS News» in dem Führungswechsel einen gezielten Schritt. Er soll die Zeitung in der schwierigen Phase nach den Entlassungen neu ausrichten.

Der Abschluss der Massenentlassungen hatte intern und extern für heftige Debatten gesorgt. Auch die darauffolgende Führungskrise trug zu Diskussionen über die Zukunft der Washington Post bei.
Laut «Reuters» markiert Will Lewis' Rücktritt eines der bedeutenden Ereignisse für das traditionsreiche US-Zeitungshaus.












