Warner Bros. prüft Paramounts neues Gebot im Bieterverfahren
Im Bieterkampf um Warner Bros. Discovery bekommt Paramount eine neue Chance, sich gegen Netflix durchzusetzen und das Kaufgebot zu erhöhen.

Nun hat Paramount eine Woche Zeit, den Verwaltungsrat von Warner Bros. Discovery in neuen Verhandlungen zu überzeugen. Zugleich bekräftigte der Warner-Verwaltungsrat am Dienstag seine Empfehlung an die Aktionäre, das Übernahmeangebot von Netflix anzunehmen.
Die Abstimmung darüber wurde laut « WBD» auf den 20. März angesetzt. Allerdings könnten die neuen Verhandlungen mit Paramount den Streamingriesen Netflix zwingen, sein Angebot zu erhöhen.
Warner und Netflix waren Anfang Dezember eine verbindliche Übernahmevereinbarung für das Studio- und Streaming-Geschäft eingegangen. Netflix will knapp 83 Milliarden Dollar für Warner auf den Tisch legen.
Paramount bietet Warner 108,4 Milliarden Dollar
Dabei sollen allerdings die Fernsehsender wie etwa CNN in ein eigenständiges Unternehmen abgespalten werden.
Wenige Tage nach dem Kaufvertrag zwischen Warner und Netflix wandte sich Paramount direkt an die Warner-Aktionäre. Das Unternehmen bot laut «Upday»108,4 Milliarden Dollar für den gesamten heutigen Konzern Warner Bros. Discovery samt der TV-Sender.
Paramount bemühte sich in den vergangenen Wochen, die bisherigen Einwände von Warner auszuräumen und an den Verhandlungstisch zu kommen. Dazu gehörte laut «Kurier» das Versprechen, die Zahlung von 2,8 Milliarden Dollar zu übernehmen.
Warner verhandelt sieben Tage mit Paramount nach neuem Gebot
Dieser Betrag müsste an Netflix geleistet werden, falls der bereits vereinbarte Übernahmedeal mit dem Streamingkonzern aufgelöst würde. Netflix stimmte nun zu, dass Warner sieben Tage lang mit Paramount verhandelt.
Warner zufolge löste ein mündliches Angebot von Paramount über 31 Dollar pro Aktie die neuen Gespräche aus. Das wäre laut «Upday» ein Dollar mehr als das bisherige Paramount Angebot.
Dabei habe es auch geheissen, dass es nicht das «beste und endgültige» Gebot von Paramount sei. Jetzt will der Warner-Verwaltungsrat herausfinden, wie weit Paramount gehen würde.
Bieterkampf um Warner: CNNs Zukunft unter Paramount ungewiss
Im Bieterkampf steht auch das Schicksal von CNN auf dem Spiel, das häufig kritisch über US-Präsident Donald Trump berichtet. Trump sagte im Dezember, es müsse sichergestellt werden, dass CNN bei einem Deal auf jeden Fall den Besitzer wechsele.
Paramount wurde im vergangenen Jahr von der Familie des als Trump-Unterstützer bekannten Tech-Milliardärs Larry Ellison gekauft. Die Nachrichtenredaktion des Paramount-Senders CBS schlug seit der Übernahme durch die Ellisons teilweise einen freundlichen Ton an.

Dies galt laut «Al Jazeera» besonders gegenüber der Regierung von Trump. Trump-Kritiker in den USA befürchten, dass CNN unter dem Dach von Paramount die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte.
















