VW verkauft erneut weniger Autos
VW verliert weltweit an Absatz: Im dritten Quartal 2026 sinken die Auslieferungen deutlich. Besonders China und die Tochter Audi stehen unter Druck.

Der Volkswagen-Konzern verzeichnet erneut rückläufige Verkaufszahlen. Im dritten Quartal 2026 gingen die weltweiten Auslieferungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14,3 Prozent zurück.
Laut dem «Manager Magazin» lieferte der Konzern zwischen Juli und September 1,88 Millionen Fahrzeuge aus. In den ersten neun Monaten summierte sich der Absatz auf 6,01 Millionen Autos, neun Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Besonders stark fiel der Rückgang in China aus, einem wichtigen Absatzmarkt für Volkswagen. Dort sanken die Auslieferungen im dritten Quartal um 38,5 Prozent, wie der «Merkur» berichtet.
China setzt VW unter Druck
Auch die übrigen Regionen entwickelten sich unterschiedlich. Volkswagen verzeichnete lediglich in Zentral- und Osteuropa ein leichtes Plus von 1,4 Prozent.
Der chinesische Automarkt verändert sich durch die wachsende Bedeutung von Elektroautos und Plug-in-Hybriden. Heimische Hersteller wie BYD und Geely setzen traditionelle Autobauer mit günstigen Preisen und lokal entwickelter Software unter Druck.
Volkswagen reagiert mit der Strategie «In China für China» und neuen Kooperationen. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit dem Elektroautohersteller Xpeng, die den Konzern im chinesischen Markt stärken soll.
Audi schwächelt, Skoda bleibt stabil
Besonders deutlich zeigt sich die Absatzschwäche bei der VW-Tochter Audi. Die Marke lieferte im dritten Quartal 314'905 Fahrzeuge aus, 19,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
In den ersten neun Monaten kam Audi auf rund 1,04 Millionen Auslieferungen. Das entspricht einem Rückgang von 11,4 Prozent, während Deutschland und Europa leicht im Plus lagen.
Neben dem Wettbewerb in China belasten Audi die US-Zölle, da die Marke keine eigene Produktion in den Vereinigten Staaten unterhält. Zusätzlich wirken sich Modellwechsel bei den Baureihen A1 und Q2 auf die Verkaufszahlen aus, so das «Manager Magazin» weiter.
VW unter Spardruck: Werksschliessungen und Stellenabbau drohen
Während Volkswagen und Audi deutliche Verluste hinnehmen mussten, entwickelte sich Skoda im dritten Quartal stabil. Die Nutzfahrzeugsparte Traton verzeichnete hingegen ein Wachstum von gut zehn Prozent.
Die unterschiedlichen Ergebnisse zeigen sich innerhalb der einzelnen Konzernmarken. Gleichzeitig verschärft sich der Kostendruck auf die deutschen Produktionsstandorte.

Wie der «Merkur» berichtet, stehen mögliche Werksschliessungen und der Abbau Zehntausender Arbeitsplätze zur Diskussion. Vorstand, Betriebsrat und Gewerkschaften verhandeln deshalb über weitere Einsparungen.
VW setzt auf bezahlbare Elektroautos: 150'000 Bestellungen für neue Modelle
Konzernchef Oliver Blume setzt neben Kostensenkungen auf neue Technologien und Kooperationen. Auf dem Pariser Autosalon stellte Volkswagen zudem seine Strategie für bezahlbare Elektroautos in Europa vor.
Zur sogenannten Electric Urban Car Family gehören der VW ID. Polo, der ID. Cross, der Cupra Raval und der Skoda Epiq. Laut der «Auto Motor und Sport» lagen für die vier Modelle bereits rund 150'000 Bestellungen vor.
Die Fahrzeuge basieren auf einer gemeinsamen Plattform und sollen in den spanischen Werken Martorell und Pamplona gebaut werden. Nach Angaben des Fachmediums teilen sich die Modelle rund 80 Prozent ihrer Komponenten und Technologien.
















