Rubio hält zu US-Botschafterin Guilfoyle
Gegen US-Botschafterin Guilfoyle stehen Vorwürfe der Käuflichkeit im Raum. Aussenminister Marco Rubio hält weiter zu ihr.

Der Druck auf die US-Botschafterin in Athen wächst nach neuen Berichten über mutmassliche Käuflichkeit, berichtet «n-tv». Kimberly Guilfoyle war früher mit Donald Trump Jr., dem ältesten Sohn des Präsidenten, verlobt und pflegt gute Beziehungen zum Präsidenten.
Der republikanische Senator John Barrasso nannte die Berichte sehr beunruhigend und besorgniserregend. Er gehe davon aus, dass das Aussenministerium eine Ermittlung einleiten werde und sich auch der zuständige Senatsausschuss der Sache annehme.
Veröffentlichte Nachrichten sollen belegen, dass Guilfoyle den Trump-Spender Eric Deters um 100'000 Dollar (etwa 83’281.50 Franken) bat. Die Bitte soll sie wenige Tage vor ihrer Anhörung im Senat platziert haben, um Schulden bei American Express zu begleichen.
US-Botschafterin Guilfoyle lässt Echtheit bestreiten
Laut «n-tv» bestreitet Guilfoyle über ihren Anwalt die Echtheit der Nachrichten und verweist auf geschuldetes Geld für öffentliche Auftritte. Deters sagte hingegen, er habe Guilfoyle kein Geld geschuldet und nie eine Zahlung geleistet.
Mehrere Demokraten forderten eine lückenlose Aufklärung, darunter Robert Garcia, ranghöchster Demokrat im Aufsichtsausschuss. Es sei der jüngste Fall in einer langen Reihe von Korruptionsvorwürfen rund um die Trump-Regierung, sagte er.
Aussenminister Marco Rubio traf Guilfoyle vergangene Woche in Athen und wich Fragen zu den Berichten aus. Die Botschaft in Athen leiste hervorragende Arbeit, sagte er, und Guilfoyle sei eine «starke Botschafterin».
Äusserungen der US-Botschafterin sorgen für Debatte
Bei einem Abendessen in Athen soll die US-Botschafterin laut «web.de» auf den bevorstehenden Zusammenbruch der rumänischen Regierung verwiesen haben. Gegenüber dem griechischen Energieminister Stavros Papastavrou habe sie angedeutet, die USA könnten das in jedem Land tun.

Der Energielobbyist Marafatsos berät die US-Botschafterin laut «ORF» eng, obwohl er kein Botschaftsmitarbeiter ist. Zudem soll Guilfoyle offensiv für den Vertical Corridor geworben haben, über den US-Flüssiggas nach Ost- und Mitteleuropa gelangen soll.
Die griechischen Oppositionsparteien drängen die Regierung dazu, den Inhalt des Treffens mit dem Energieminister offenzulegen. Die Opposition will zudem wissen, wie die kolportierten Aussagen der US-Botschafterin einzuordnen sind.











