Volkswagen

    VW: Keine Investitionsgarantie wegen Fabrik in Xinjiang

    Keystone-SDA
    Keystone-SDA

    Deutschland,

    Weil VW ein Werk in der chinesischen Provinz Xinjiang betreibt, verwehrt der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck eine Investitionsgarantie.

    investitionsgarantie
    VW erhält keine Investitionsgarantie. Robert Habeck will angesichts der Menschenrechtslage keine Projekte in Xinjiang absichern. - AFP/Archiv

    Das Wichtigste in Kürze

    • Der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck erteilt VW keine Investitionsgarantie.
    • Dies aus menschenrechtlichen Gründen: Volkswagen betreibt ein Werk in Xinjiang.
    • In der chinesischen Provinz herrschen Zwangsarbeit und Misshandlung der Uiguren.

    Deutschland hat erstmals einem Unternehmen aus menschenrechtlichen Gründen die Verlängerung einer Investitionsgarantie verwehrt. Nach «Spiegel»-Informationen handelt es sich bei dem betroffenen Unternehmen um den Volkswagen-Konzern. VW ist unter anderem in der Provinz der Uiguren in China tätig.

    Habeck erteilt keine Investitionsgarantie für Projekte in Xinjiang

    Natürlich würden Anträge auf eine Investitionsgarantie weiter im Einzelfall entschieden, sagte der deutsche Wirtschaftsminister Robert Habeck der «Welt am Sonntag». «Aber die Leitlinie ist: Wir können angesichts von Zwangsarbeit und Misshandlung der Uiguren keine Projekte in der Region Xinjiang absichern.»

    Insgesamt seien «vier Anträgen eines Unternehmens auf Verlängerung von Investitionsgarantien» nicht stattgegeben worden, zitierte der Spiegel eine Ministeriumssprecherin.

    Volkswagen bestätigte demnach entsprechende Anträge auf Investitionsgarantien. Der Konzern habe aber noch keine Antwort der Bundesregierung erhalten. «Wir erwarten eine Entscheidung», sagte ein VW-Sprecher. «Selbstverständlich ist auch eine Ablehnung möglich.»

    Umstrittenes VW-Werk in Kritik

    Volkswagen steht bei seinen China-Geschäften vor allem wegen seiner Aktivitäten in Xinjiang in der Kritik. Zwar will VW nach «Spiegel»-Informationen nicht in das dortige umstrittene Werk investieren, sondern in andere Fabriken in China.

    Investitionsgarantie
    Mitarbeiter montieren im Werk der Volkswagen AG in Anting bei Shanghai einen VW Tiguan. Foto: Ole Spata/dpa - dpa-infocom GmbH

    Das Ministerium weigere sich dennoch, für das neue Projekt zu bürgen, wie es dem «Spiegel» erklärt. Die Anträge hätten einen Bezug zu einer Betriebsstätte in Xinjiang, zumindest lasse sich der Bezug nicht ausschliessen.

    Die Ablehnung hat für VW die Folge, dass der Konzern die finanziellen Risiken für seine geplanten China-Engagements allein tragen muss. Aus VW-Kreisen verlautete den Angaben zufolge, dass die Entscheidung der deutschen Regierung nichts an den Investitionsplänen Volkswagens ändere.

    Kommentare

    Weiterlesen

    uiguren
    39 Interaktionen
    Scholz zu Xinjiang
    VW
    1 Interaktionen
    Diesel-Massenklage

    MEHR IN NEWS

    Man muss die Eltern kritisieren, nicht die Kinder!
    159 Interaktionen
    Schweigepfad-Lärm
    Hotel Central Interlaken
    1 Interaktionen
    Nahost-Konflikt
    2 Interaktionen
    Berlin

    MEHR VOLKSWAGEN

    Skoda Kamiq
    14 Interaktionen
    Problem mit Lenkung
    Oliver Blume
    6 Interaktionen
    Wolfsburg/Berlin
    2 Interaktionen
    Berichte
    VW Autos Parkplatz
    8 Interaktionen
    Hannover

    MEHR AUS DEUTSCHLAND

    Oktoberfest 2026
    Rekord
    Oktoberfest
    Tragischer Unfall
    schokolade
    247 Interaktionen
    Wie geht das?
    Merz weidel
    122 Interaktionen
    Neue Umfrage