Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat den staatlichen Einstieg beim kriselnden Energiekonzern Uniper begrüsst.
Uniper-Mitarbeiter vor einer Anlage
Uniper-Mitarbeiter vor einer Anlage - AFP/Archiv
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Das Wichtigste in Kürze

  • Gewerkschaft fordert Einbindung von Belegschaft bei anstehendem Konzernumbau.

«Diese Entscheidung stabilisiert die Energieversorgung in Deutschland und Europa», erklärte Verdi-Vorstandsmitglied Christoph Schmitz am Freitag in Berlin. Es sei ein «guter Tag für die Energiewirtschaft, die Versorgungssicherheit und die Beschäftigten bei Uniper». Der Konzern und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter könnten nun den Geschäftsumbau fortsetzen.

Schmitz forderte zugleich eine enge Einbindung der Beschäftigten und ihrer Betriebsräte in anstehenden Entscheidungen zur langfristigen Neuausrichtung des im internationalen Handel mit Strom und Gas tätigen Unternehmens. «Wir sind dazu bereit, den überfälligen Weg der Energiewende mitzugestalten und dabei zukunftsfähige Arbeitsplätze in Deutschland und an den europäischen Uniper-Standorten zu sichern», betonte der Gewerkschafter.

Uniper ist stark im Energiegeschäft mit Russland aktiv und durch die aktuelle Gasversorgungskrise in Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine in Probleme geraten. Das Unternehmen beantragte deshalb Staatshilfe. Am Freitag gaben die Bundesregierung, Uniper und dessen finnischer Mutterkonzern Fortum eine Einigung bekannt, unter anderem übernimmt der Bund demnach 30 Prozent der Firmenanteile.

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